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24. April 2008 | Allgemeines

ENPA-Präsident Valdo Lehari: Vernünftiger Kompromiss

Fußball-Europameisterschaft – Verhandlungen mit UEFA-Präsident Michel Platini

Als einen „vernünftigen Kompromiss“ be-zeichnete Valdo Lehari jr., Präsident des Eu-ropäischen Zeitungsverlegerverbands ENPA, am 23. April 2008 in Nyon das Ergebnis der Verhandlungen mit der UEFA über die Aus-gestaltung der Akkreditierungsrichtlinien für die Berichterstattung anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.

UEFA ENPA 2008-04-24Die Akkreditierungsrichtlinien (ATCs) legen bei­spielsweise fest, wie digitale Fotos von Spielen und anderes Material in Onlinezeitungen benutzt werden darf, ob Journalisten ihre Berichte als Podcast oder Videocast veröffentlichen dürfen und wie das EURO 2008-Logo genutzt werden kann. Die ATCs und Medienbestimmungen sind im Internet unter www.euro2008.com nachzule­sen und müssen von Nachrichtenorganisationen akzeptiert werden, wenn diese Zugang zu den Spielen erhalten wollen.

Wie die ENPA mitteilt, geben die in mehreren Gesprächen mit UEFA-Präsident Platini ausge­handelten revidierten Bedingungen den Medien zwar mehr Freiheit bei der Publikation digitaler Fotos als ursprünglich geplant; gleichwohl seien nicht alle Konfliktpunkte gelöst worden, insbeson­dere was das audio-visuelle Material betrifft. Vor diesem Hintergrund seien ENPA und UEFA über­eingekommen, die Diskussion über die Bedin­gungen für künftige Fußballaustragungen und andere Veranstaltungen fortzusetzen.

Zeitungen spielten eine wichtige Rolle bei der Berichterstattung über die Fußball-Europameis­terschaft, bekräftige Valdo Lehari in Nyon. Die nun ausgehandelte Vereinbarung werde die Pressefreiheit nicht unterminieren, wenngleich einige Elemente nicht mit den Bedingungen für die Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren übereinstimmten – seinerzeit hatte die Fifa zu­gestimmt, dass Zeitungen Fotos unbeschränkt online stellen dürften. „Ich glaube, dass dies ein Lernprozess für beide Organisationen war“, versi­cherte Lehari. UEFA-Präsident Michel Platini sei­nerseits räumte ein, er verstehe, dass die Zeitun­gen „nicht 100 Prozent zufrieden“ seien, doch gebe es auch Verpflichtungen gegenüber den kommerziellen Partnern, die mit der UEFA exklu­sive Verträge abgeschlossen hätten.

Ergebnis der Verhandlungen ist beispielsweise, dass akkreditierte Redakteure und Journalisten uneingeschränktes Copyright auf von ihnen pro­duziertes Material haben, dass es keine Ein­schränkung geschriebener Berichte über Spiele und Resultate gibt und dass Zeitungen in ihrem Internet-Angebot uneingeschränkt Fußball-Bilder veröffentlichen dürfen. Dies gilt auch für soge­nannte Slideshows, einzige Bedingung ist dann eine zeitliche Verzögerung von 20 Sekunden bis zur Onlinefreigabe.

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