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26. November 1997 | Digitales

Einzigartige redaktionelle Inhalte und konsequente Vermarktung

"Interactive Publishing"-Konferenz über Strategien der Verlage

Mehr als 20 Experten aus aller Welt berichteten über ihre Erfahrungen im Online-Geschäft anläßlich der vierten Konferenz "Interaktive Publishing", die vom 12. bis zum 14. November 1997 in Zürich stattfand.

Peter M. Maronier referierte beispielsweise über City Online in Amsterdam, die gemeinsame Tochterfirma der großen niederländischen Verlage Wegener Arcade NV und VNU. City online bietet als technische und organisatorische Plattform für regionale Zeitungshäuser ein Franchise-System zum Aufbau der eigenen Internetpräsenz an. Die Zeitungen zahlen als Franchise-Nehmer zunächst eine einmalige Einstiegsgebühr und in der Folge jeweils einen Jahresbeitrag. Als Gegenleistung erhalten sie eine aufwendige Präsentationssoftware für lokale Inhalte, mit der es insbesondere möglich sein soll, unerfahrenen Nutzern einen leichten Zugang zu Online-Inhalten zu bieten und lokale Online-Communities aufzubauen. Kontakt: www.city.nl

Herschel Gordon Lewis, Geschäftsführer des Marketingunternehmens Communicomp, berichtete anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie aus erfolgreichen Inhalten erfolgreiche Verkäufe resultieren können. Als Kontrapunkt zu den häufig diskutierten Visionen, bei denen in Online-Medien Werbung und Verkauf ohne offensive werbliche Texte realisiert werden sollen, erklärte Lewis das Einmaleins des offensiven Online-Sellings. Wichtig sei vor allem, technische Ausdrücke nur dann einzusetzen, wenn sie wirklich unumgänglich seien. Jede Bildschirmseite sollte kohärent aufgebaut sein, daß heißt, ohne zusätzliche Erklärung für sich allein stehen können. Bei der Gestaltung von Werbeangeboten im Internet müsse stets bedacht werden, daß die Nutzer über sehr wenig Zeit verfügen und keine langen Ladezeiten akzeptieren. Daher sollte aus den Angeboten möglichst schnell der individuelle Nutzen erkennbar werden.

Stanton Sugarman, Mitglied der Geschäftsleitung der Gruner + Jahr-Tochter "Electronic Media Service" (EMS), berichtete über den Aufbau einer einheitlichen Online-Werbevermarktung bei Gruner + Jahr. Die neu gegründete Firma EMS habe nicht nur die Aufgabe, die Titel der Verlagsgruppe gemeinsam als Belegungseinheiten anzubieten, sondern versuche durch den Einsatz von AdServern gezielte Online-Werbung zu ermöglichen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Werbevermarktung sei zudem die einfache Belegung standardisierter Bannerformate und die kundenfreundliche Dokumentation des Werbeerfolgs. Darüber hinaus habe die titelübergreifende Vermarktungsgesellschaft eine Koordinationsfunktion zwischen Redaktionen und kaufmännischen Abteilungen der einzelnen Titel.

Andreas Herren, Leiter des Bereichs Informationstechnik im Weltfußballverband FIFA, berichtete über die geplanten Online-Aktivitäten anläßlich der Fußballweltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Die FIFA konzentriere sich auch künftig in ihrem Online-Engagement auf ihre Verbandsaufgaben. Geplant seien aktuelle Ergebnisse und Zwischenberichte über Disziplinarmaßnahmen wie gelbe und rote Karten sowie eine Übersicht über die Mannschaften und ihre Aufstellungen. Über diese statistischen Grundmaterialien hinaus seien jedoch keine Kommentare und Spielberichte möglich, weil dies nicht mehr Aufgabe eines neutralen Verbands sein könne. Diese Aufgabe würde man gerne den etablierten Medienanbietern überlassen, Verweise auf das FIFA-Angebot per Hyperlink würden grundsätzlich begrüßt.

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