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19. Juni 1998 | Allgemeines

"Ein Stück Geschichte der Presseversorgung"

Dietrich Oppenberg übergibt Vorsitz an Dr. Laurent Fischer

Als ein "Stück Geschichte des Versorgungswerks der deutschen Presse" hat BDZV-Vizepräsident Helmut Heinen den scheidenden Vorsitzenden des Presseversorgungswerks, Professor Dr. Dietrich Oppenberg, anläßlich einer Feierstunde am 9. Juni 1998 in Essen gewürdigt.

Oppenberg habe etwas aufgebaut, "was man mit Fug und Recht als weltweit einzigartig bezeichnen darf: Ein maßgeschneitertes System für die Altersversorgung und Zukunftssicherung für die Mitarbeiter der Presse, das leistungsgerecht und zukunftsorientiert ausgerichtet ist und starke Partner einbindet". Neben Heinen würdigten zahlreiche weitere Vertreter berufsständischer Organisationen den Nestor der deutschen Presseversorgung, zugleich Gründer und Herausgeber der "Neuen Rhein/Ruhr Zeitung" in Essen und Verleger der Verlage Econ und List. Auch Hilmar Hoffmann, Präsident des Goethe-Instituts, stellte die Bedeutung der Alterssicherung von Journalisten für die Pressefreiheit in den Mittelpunkt seiner Festrede. Der "Grandseigneur der Integrität" Oppenberg habe Pressefreiheit garantiert. Eine Erfolgsgeschichte, die mit seinem Namen verbunden bleibe. Der Geschäftsführer der Presse-Versorgung, Gerhard Falk, erklärte: "Dies ist ein denkwürdiger Tag, an dem eine Ära zu Ende geht, die sich so kaum wiederholen wird."

Oppenberg hat anläßlich der Jahreshauptversammlung der Presse-Versorgung in Essen am 9. Juni 1998 den Vorsitz im Verwaltungsrat und Beirat niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Laurent Fischer, Herausgeber und Verleger des "Nordbayerischen Kuriers" in Bayreuth, gewählt. Oppenberg hatte seit 1946 die Finanzkommission der Presse-Versorgung geführt. 1955 wurde er erstmals zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats und Beirats gewählt und hatte diese Ehrenämter bis 1998 inne. In dieser Zeit wuchs die Bestandsversicherungssumme der Presse-Versorgung von 80 Millionen Mark auf heute 13,5 Milliarden Mark an. In Würdigung seiner Verdienste um die Versorgungseinrichtungen der Presse wurde Dietrich Oppenberg zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger Laurent Fischer gehört dem Verwaltungsrat und Beirat der Presse-Versorgung seit 1985 an. Darüber hinaus ist er unter anderem Vorstandsmitglied im Verband Bayerischer Zeitungsverleger, Mitglied der BDZV-Delegiertenversammlung sowie des Aufsichtsrats der Deutschen Presse-Agentur.

Wie die Presseversorgung weiter mitteilt, seien im abgelaufenen Geschäftsjahr "gute Erfolge erzielt" worden. Der Bestand wuchs um 6,3 Prozent auf 13,5 Milliarden Mark. Die Beiträge stiegen mit um 7,6 Prozent auf 610 Millionen. Die Kapitalanlagen in Höhe von 4,9 Milliarden rentierten mit 7,5 Prozent. Bei den Verwaltungskosten habe man "trotz kräftiger Investitionen im Bereich der EDV" die Kostenquote auf dem Niveau von 2,1 Prozent stabilisieren können. Ferner habe sich im Neugeschäft die Rentenversicherung "besonders erfreulich" entwickelt. Ihr Anteil betrage mittlerweile über 30 Prozent. Aufgrund der Abschlüsse im ersten Tertial 1998 erwartet die Presseversorgung für das Gesamtjahr "wiederum eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung".

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