Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

09. Februar 2001 | Digitales

Editorial

Die Krise im neuen Markt bringt offensichtlich auch gestandene Medienkonzerne in den USA zum Umdenken. Angesichts des drastischen Kursverfalls ihrer Aktien, hoher Verluste und schwacher Umsätze haben viele Dotcoms ihre Werbebudgets zusammengestrichen. Dies hat sicher mit dazu beigetragen, dass Häuser wie die "New York Times", die Verlagsgruppe Knight Ridder und auch der Nachrichtensender CNN ihre Online-Angebote zurückfahren und Personal abbauen. Auch bei uns sind vereinzelt Kurskorrekturen festzustellen. So geht die Hamburger Tomorrow Internet AG auf radikalen Sparkurs. Bis zu 40 Mitarbeiter werden aufhören müssen.

Doch beim Gros der Verlage stehen die Zeichen auf Wachstum. Anders als beispielsweise in den USA haben deutsche Zeitungshäuser den Ausbau ihrer Online-Unternehmungen weniger extensiv betrieben. Auch hier zu Lande ist jedem klar, dass so bald kein Geld zurückfließen wird. Aber das Internet wird immer mehr Teil der langfristigen Unternehmensstrategie. Dabei erhalten stringente Cross-Media-Konzepte eine immer wichtigere Bedeutung.

Und der Markt wächst. Drei Viertel aller Internet-Nutzer haben mittlerweile einen Netzzugang zu Hause; die User sind im Schnitt täglich 35 Minuten lang online, die 20- bis 29-Jährigen sogar eine Dreiviertelstunde. Informationsangebote auf den Websites stehen hoch im Kurs. Auch die regionalen Verlagsangebote profitieren von diesem Boom, wie nicht zuletzt die IVW-Messungen belegen. Kaum ein Verlag, der bei Visits und PageImpresions im Jahresvergleich nicht enorm zugelegt hat. Umso verwunderlicher ist es, dass ein Universitätsprofessor erst vor wenigen Tagen bei einem Medienkongress offensiv verkündete, dass es mit den Online-Auftritten der Zeitungen bergab geht. Seine These gründete er auf die Untersuchung dreier lokaler Angebote. Soviel zum Thema "repräsentative Untersuchung".

"Content Is King" - Drei Viertel aller Nutzer kehren auf eine Website zurück, wenn die Informationsqualität stimmt, wie Marktforscher feststellten. Ob elektronische Marktplätze, Auktionsplattformen, Online-Warenhäuser: Wer eine Website anbietet, braucht erstklassige Inhalte. Hier tun sich für die Verlage mögliche neue Erlösquellen auf. Das Thema "Content-Syndication" steht auch im Fokus bei der Multimediakonferenz von BDZV und ifra am 18. und 19. Juni 2001 in Berlin. Das Programm zu dieser Kongressveranstaltung, die sich an Verleger, Verlagsmanager und Chefredakteure richtet, geht in Kürze an die Adressaten.

Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation + Multimedia.

zurück