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01. März 2004 | Digitales

E-Commerce weiter auf Wachstumskurs

Internet bei Kaufentscheidungen immer wichtiger / Zahlreiche Mängel bei Online-Shops

Einen Online-Umsatz von 13 Milliarden Euro erwartet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in diesem Jahr. Gegenüber den rund elf Milliarden Euro aus 2003 wäre dies eine Steigerung um rund 18 Prozent. Trotz der sich leicht beruhigenden Wachstumsdynamik befindet sich E-Commerce damit weiter in einem stabilen Aufwärtstrend.

Beim KarstadtQuelle-Konzern wurden in 2003 1,59 Milliarden Euro im E-Business-Bereich umgesetzt. Dies ist ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ganz anders die Situation im klassischen Handelsgeschäft: Der Gesamtumsatz des Konzerns sank um 3,5 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Der stationäre Einzelhandel sank um 4,8 Prozent, der Versandhandel um 2,7 Prozent.

 

Auch bei Tchibo wachsen die Online-Umsätze ungebremst weiter. Von 2002 auf 2003 steigerte sich der E-Commerce des Unternehmens in Deutschland, Österreich, England und der Schweiz um über 60 Prozent auf 140 Millionen Euro. Damit macht E-Commerce 40 Prozent des gesamten Versandgeschäfts von Tchibo aus.

 

Nicht nur beim konkreten Kauf wächst die Bedeutung des Internets immer weiter, eine noch größere Bedeutung hat das Web beim Kaufentscheidungsprozess. 94 Prozent aller Haushalte in Deutschland, die über einen Online-Anschluss verfügen, konsultieren vor einer wichtigen Kaufentscheidung das Internet, so eine Studie von Nielsen Netratings. Am wichtigsten sei dabei der Preisvergleich (81 Prozent), Produktinformation und Testberichte (68 Prozent) sowie die Suche nach dem richtigen Händler (62 Prozent). Für 80 Prozent der Befragten war das Finden von Informationen kein Problem. Erste Adressen dabei sind Suchmaschinen (79 Prozent) und die Websites von Markenanbietern und Herstellern (55 Prozent). Fast die Hälfte (46 Prozent) meinen, durch die Internet-Recherche den Entscheidungsprozess zu beschleunigen. Nur für zwölf Prozent wird er länger.

 

Zwar haben 89 Prozent der Internethaushalte schon einmal über das Internet eingekauft, dennoch gaben rund 30 Prozent der Befragten an, im Internet nur nach Informationen zu suchen, das Produkt selbst aber in einem normalen Geschäft zu erwerben. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) haben Bedenken wegen des Datenschutzes. Für 15 Prozent sind Internet-Shops zu kompliziert aufgebaut. Letzteres bestätigt eine aktuelle Untersuchung der Website-Optimierer Webtrekk. Die Studie testete 62 deutsche Online-Shops hinsichtlich ihrer allgemeinen Nutzbarkeit, den Informationen zu den Kaufbedingungen, den Produktüberblick, der Produktbeschreibung, der Produktsuche, des Warenkorbhandlings/der Bestellung sowie der Hilfefunktion. Untersucht wurde das Verhalten erfahrener Internet-Shopper (40 Prozent der Testpersonen), von Internet-Nutzern ohne Online-Shoppingerfahrung (44 Prozent) und Personen, die noch nie online waren (16 Prozent). Gravierendes Ergebnis: Fast ein Viertel der Testpersonen konnte ohne externe Hilfe keinen Kaufprozess abschließen.

 

Probleme bei den Online-Shops gab es vor allem bei der Nutzung der internen Suchmaschine und dem Warenkorb. 45 Prozent der geplanten Online-Einkäufe wurden aufgrund mangelhafter Nutzbarkeit abgebrochen. Über ein Drittel der Befragen gab an, nie wieder etwas mit einem Unternehmen zu tun haben zu wollen, bei dem es Probleme gab.

 

Die beste Note aller Online-Shops erzielte Neckermann.de mit dem Wert 1,74. Auf den Plätzen folgen Buch.de (1,80) und Tchibo.de (1,93). Bei elf der getesteten Angebote traten erhebliche technische Mängel zu Tage. So waren Seiten falsch verlinkt, Server fielen über längere Zeit aus oder Websites waren gar nicht zu erreichen.

 

Quellen: ibusiness.de vom 26.11.03, 12./13.2.04; Netzeitung.de vom 27.1.04

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