Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

17. Juni 2011 | Allgemeines

Druckindustrie: Verhandlungen auf 28. Juni vertagt

Die fünfte Runde der Lohn- und Manteltarifverhandlungen in der Druckindustrie für die 160 000 Beschäftigten der Branche am 16. Juni 2011 hat abermals zu keinem Abschluss geführt. Die Verhandlungen werden am 28. Juni in Berlin fortgesetzt.

Zuvor hatten die Tarifparteien Möglichkeiten einer Annäherung ausgelotet, konnten allerdings, wie der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) mitteilt, keinen Konsens erzielen. In der grundsätzlichen Ausrichtung eines zukunftsfähigen Manteltarifvertrags gehen die Vorstellungen der Arbeitgeber und der Gewerkschaft weit auseinander, so bvdm-Verhandlungsführer Dr. Wolfgang Pütz, zugleich Vizepräsident des BDZV. „Der gewerkschaft fällt es schwer, die Situation der Branche anzuerkennen. Stattdessen fährt ver.di einen riskanten Kurs, der die Betriebe schwächt, Arbeitsplätze gefährdet und den Flächentarif aushebelt.“

 

Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft einen Vorschlag zur Änderung der Besetzungsregeln an Maschinen des Zeitungsdrucks vorgelegt, ebenso konkrete Vorschläge zur Entwicklung der Hilfsarbeiterlöhne in Verbindung mit einer Begrenzung von Zeitarbeit. Für eine Erhöhung des Arbeitszeitkorridors auf bis zu 40 Stunden pro Woche durch freiwillige Betriebsvereinbarung hatten die Arbeitgeber beschäftigungssichernde Elemente in Aussicht gestellt. Schichtarbeiter in über­wiegender Nachtarbeit beim Druck von Zeitungen sollen nicht länger als bisher arbeiten.

 

Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der Druckindustrie mit sinkenden Umsätzen und Auflagen in den Printmedien muss allerdings nach Ansicht der Arbeitgeber ein neuer Lohn- und Manteltarifvertrag Entlastungen für die Betriebe bringen.

 

Innerhalb von zehn Jahren verlor die Branche fast 4000 Betriebe und fast ein Drittel aller Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben Zweifel, dass die Gewerkschaft angesichts ihrer Verweigerungshaltung und der Betonung von Haustarifverträgen ernsthaft an einem Erhalt des Flächentarifs interessiert ist. Pütz: „Die Verbände der Druckindustrie haben durch ihre Konkretisierungen in den Verhandlungen unter Beweis gestellt, dass sie zum Flächentarifvertrag stehen. Die Arbeitgeber appellieren nun erneut an ver.di, statt zu blockieren, an der Zukunftsfähigkeit der Branche mitzuarbeiten.“

zurück