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12. Juli 2007 | Allgemeines

Druckindustrie mit „verhaltener Zuversicht“

2006 leichtes Umsatzwachstum/ 2007 beginnt mit Minus

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) blickt „mit verhaltener Zuversicht in die nahe Zukunft“. Wie der Präsident des bvdm, Rolf Schwarz, am 4. Juli in Frankfurt am Main mitteilte, habe die Druckindustrie zwar einen schwierigen Start in das Jahr 2007 erlebt, doch seien vor allem die steigende Ausbildungsbereitschaft und die höhere In-vestitionsneigung ein Indiz für die positiven Erwartungen der Unternehmen. Allerdings stehe die Branche nach wie vor unter einem hohen Kostendruck, der die Ertragslage der Unternehmen belaste. Deshalb müssten die Druckereien die steigenden Preise für Papier an ihre Kunden weitergeben. Schwarz lobte den jüngsten Tarifabschluss, der den Betrie¬ben durch seine zweijährige Laufzeit eine hohe Planungssicherheit gebe.

Im Jahr 2006 stieg der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten auf 17,4 Milliarden Euro (+1,5 Prozent). In den ersten vier Monaten 2007 musste die Druckindustrie insgesamt zwar ein Umsatzminus von 0,6 Prozent hinnehmen, der Geschäftsklimaindex weist nach Angaben des bvdm jedoch auf eine positive Tendenz im laufenden Jahr hin. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe stieg 2006 leicht auf 83,9 Prozent und ist „damit noch immer weit von einem befriedigen­den Niveau entfernt, das in der Branche bei 86 Prozent“ liegt.

Weiter abgeschwächt hat sich nach Angaben des bvdm der Personalabbau. 2006 sei die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr noch um 1,6 Prozent gesunken, in den ersten vier Mo­naten des laufenden Jahres lag das Minus bei 1,2 Prozent. Zur Jahresmitte 2006 zählte die Branche 174.642 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in 11.164 Betrieben. Zurück gegangen ist im Zug der konjunkturellen Besserung nach Angaben des Bundesverbands Druck auch die Zahl der Insol­venzen: 2006 sanken diese um gut ein Viertel auf 216; im ersten Quartal 2007 gab es 43 Firmenzu­sammenbrüche und damit 22 Fälle weniger als im gleichen Zeitraum 2006. Rollen-Offset und Tief­druckunternehmen, die Kataloge, Zeitschriften und Beilagen mit hohen Auflagen drucken, stün­den weiterhin unter einem starken Rationalisie­rungs- und Preisdruck, führte der bvdm-Präsident weiter aus. Insbesondere dem Tiefdruck machten die hohen Kosten des Standorts Deutschland im eu­ropäischen Wettbewerb zu schaffen. Neben den Lohnkosten seien dies vor allem die Energie­kos­ten. Dazu sagte Thomas Mayer, der Hauptge­schäftsführer des bvdm: „Die Grenze der Belast­barkeit ist erreicht. Wir fordern die Politik auf, den Wettbewerb auf dem Energiemarkt noch stärker zu fördern als bisher. Nur durch eine konse­quente Liberalisierung des Marktes und eine ent­sprechende Anbietervielfalt wird sich die Preisspi­rale wieder zurückdrehen lassen.“

Der bvdm erwartet, dass sich die steigende Binnennachfrage in der zweiten Jahreshälfte po­sitiv auf die Druckkonjunktur auswirken wird. Für den „zurückhaltenden Optimismus“ spreche auch die Einschätzung der Unternehmer, die mit einer leichten Besserung ihrer Geschäftslage in den kommenden Monaten rechneten. Der Verband prognostiziert im Jahresdurchschnitt ein Umsatz­wachstum von einem bis 1,5 Prozent gegenüber 2006. Auch für 2008 werde mit einer Fortsetzung der moderaten Aufwärtstendenz gerechnet.

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