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04. Juli 2003 | Allgemeines

Druckindustrie im Sog der Konjunkturkrise

Hoffnung auf Trendwende im Jahr 2004

Die Krise der deutschen Wirtschaft hat ihre Spuren auch in der Druckindustrie hinterlassen. Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz am 2. Juli 2003 in Frankfurt am Main berichtete der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) über rückläufige Umsätze, deutlich weniger Aufträge aus der Wirtschaft und Anzeigenrückgänge in Zeitungen und Zeitschriften.

Im Jahr 2002 sind die Umsätze der Unternehmen im Durchschnitt um fünf Prozent gesunken, nachdem sie bereits 2001 um 2,8 Prozent gefallen waren. Der Umsatz der statistisch erfassten 1.850 Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten betrug im Jahr 2002 gut 16 Milliarden Euro. Wie der bvdm mitteilt, setzte sich die Abwärtstendenz in den ersten Monaten des Jahres 2003 fort. Bis einschließlich April belief sich das Umsatzminus auf 4,5 Prozent. Negative Einflüsse seien für die Druckindustrie vor allem von der schwachen Konjunktur in Deutschland, aber auch ganz besonders von dem weiter nachlassenden Geschäft der Verlage und von den rückläufigen Werbeausgaben der Wirtschaft gekommen. Positive Einflüsse kamen dagegen vom Außenhandel; die Auslandsumsätze nahmen im Jahr 2002 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu – allerdings mit geringer Wirkung auf den Gesamtumsatz der Branche. Ähnliches gilt für die Exportquote, die mit 10,6 Prozent ihren höchsten Stand erreichte, verglichen mit dem Industriedurchschnitt von 38 Prozent nach Angaben des bvdm aber zu klein war, „um die deutlichen Verluste im Inlandsgeschäft auszugleichen“. Weitaus stärker aufwärts als die Exporte hätten sich darüber hinaus die Importe entwickelt.

 

Der Rückgang der Erträge beeinträchtigte auch die Investitionstätigkeit. Bereits im Jahr 2001 waren die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent gesunken. Für 2002 liegen noch keine amtlichen Zahlen vor. Der bvdm zitiert in diesem Zusammenhang jedoch Umfragen des ifo Instituts vom Herbst 2002, die darauf hindeutet, „dass die Investitionen in der Druckindustrie im Jahr 2002 um weitere zehn Prozent gesunken“ seien. Auch für das laufende Jahr 2003 seien die Investitionspläne aufgrund der anhaltend schlechten Ertragslage „noch sehr zurückhaltend“. Ferner hätten im vergangenen Jahr die Amtsgerichte 306 Unternehmensinsolvenzen in der deutschen Druckindustrie registriert, ein Zuwachs um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr „und damit so viel wie nie zuvor“.

 

Zum Beschäftigungsstand führte der bvdm aus, dass Umsatz- und Ertragsrückgang 2002 zu einem verstärkten Abbau um 5,4 Prozent geführt hätten, nachdem der Personalbestand im vorangegangenen Jahr noch fast konstant gehalten werden konnte (2001: -0,4 Prozent). Vor diesem Hintergrund erwarte die Druckindustrie „in naher Zukunft keine Besserungen“. Die Konjunkturschwäche werde, wenn überhaupt, erst im späten Verlauf des Jahres 2003 überwunden sein. Selbst eine leichte Erholung werde jedoch kaum ausreichen, um den Jahresumsatz oder die Produktion des Vorjahres zu erzielen. Für 2003 müsse deshalb mit einem erneuten Umsatz- und Produktionsrückgang von etwa zwei Prozent gerechnet werden. Im Jahr 2004 könne es dann wieder langfristig bergauf gehen. Ein Wachstum von rund zwei bis drei Prozent erklärte der bvdm für „durchaus wahrscheinlich“.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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