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17. März 2005 | Allgemeines

Druckindustrie: Flächentarifvertrag ist in Gefahr

Druck-Tarifrunde auf 19. April in Frankfurt am Main vertagt

Die Tarifverhandlungen für die Druckindus-trie sind nach dem Auftakt am 16. März 2005 in München vertagt worden. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und die Gewerkschaft sahen keine Annäherung. „Die Positionen liegen noch weit auseinander“, hieß es von Seiten der Arbeitgeber. Beide Parteien hätten sich aber zum Erhalt des Flächentarifvertrags bekannt.

In der Tarifrunde ging es neben der Forderung von ver.di nach 3,7 Prozent mehr Lohn auch darum, einen neuen Manteltarifvertrag für die Druckindustrie zu verhandeln. Dieser war bereits 2004 von den Arbeitgebern gekündigt worden und läuft zum Ende März aus. Wie der bvdm mitteilt, stand die Diskussion um eine Öffnung des Manteltarifvertrags für betriebliche Belange im Vordergrund. Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die Branche dringend wieder Rechtssicherheit benötige, sowohl für die Arbeitgeber wie auch für die Arbeitnehmer. Der Abschluss eines neues Manteltarifvertrags sei deshalb sozialpolitisch von höchster Bedeutung. Die Verhandlungen wurden auf den 19. April in Frankfurt am Main vertagt.

 

Wenige Tage zuvor hatte der bvdm bei einer Pressekonferenz erklärt, dass die Organisation der Arbeitgeber erstmals den Flächentarifvertrag für die knapp 200.000 Beschäftigten in der Druckindustrie in Gefahr sehe. Die Arbeitgeber seien schon lange bestrebt, mit der Gewerkschaft über eine Reform des „in die Jahre gekommenen Tarifvertrags“ zu verhandeln. Der jüngste Vorstoß Ende 2003 sei jedoch von der Gewerkschaft in allen Punkten zurückgewiesen worden. Ziel des bvdm sei es, machte Pütz deutlich, Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern „und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und Flexibilität unserer Betriebe deutlich zu erhöhen“. Angesichts des wachsenden Konkurrenzdrucks und der begrenzten Wachstumsspielräume könnten die Arbeitsbedingungen der Vergangenheit nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden. Dies sei auch der Gewerkschaft klar, heißt es beim bvdm. Die Arbeitgeber seien zuversichtlich, dass die Mitarbeiter die Situation der Branche durchaus realistisch einschätzten und keine überzogenen Erwartungen hätten.

 

Der bvdm betonte seine Entschlossenheit, für die notwendigen Reformen und die Zukunft des Flächentarifvertrags bis zuletzt einzustehen. „Wir erwarten von der Gewerkschaft, dass sie bei der diesjährigen Lohnrunde ein Gesamtpaket mit uns verhandelt, damit Arbeitnehmer und Betriebe in der Druckindustrie wieder gesicherte und einheitliche Arbeitsbedingungen erhalten, erklärte dazu Verhandlungsführer Pütz. Dabei gehe es auch um den Erhalt von Branchentarifen gegenüber gesetzlichen Regelungen. Wenn sich die Druckindustrie als erste Branche aus dem Flächentarif verabschiede, könnte dies womöglich auf andere Branchen ausstrahlen.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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