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09. Juli 2004 | Allgemeines

Druckindustrie erwartet leichtes Wachstum

Mühsamer Weg aus dem Konjunkturtal / Positive Impulse aus der Werbebranche

Die Druckindustrie hat die konjunkturelle Talsohle im Winterhalbjahr 2003/2004 überwunden. Doch den „Weg aus dem tiefen Konjunkturtal“ beschreiben Branchenvertreter als „mühsam“. Der zu Jahresbeginn noch ausgeprägtere Optimismus sei inzwischen nahezu verflogen, erklärte Rolf Schwarz, Präsident des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm), anlässlich der Jahrespressekonferenz der Organisation am 6. Juli 2004.

Nominal rechnet der bvdm nun damit, dass die Umsätze nicht unter das Niveau von 2003 sinken werden. Real könnte damit erstmals seit 2000 wieder ein leichtes Wachstum von ein bis zwei Prozent verzeichnet werden. Für das Jahr 2005 prognostiziert der bvdm eine langsame Besserung der Rahmenbedingungen: Bei einem um bis zu zwei Prozent steigenden Bruttoinlandsprodukt und einem Wachstum der Industrieproduktion um etwa 2,5 Prozent sowie weiter zunehmenden Werbeausgaben sei auch für die Druckindustrie ein Wachstum von rund zwei Prozent durchaus möglich.

 

In den ersten vier Monaten 2004 lag der Umsatz der Druckindustrie nach Angaben des Verbands mit vier Milliarden Euro nominal um 0,6 Prozent und preisbereinigt um 2,2 Prozent über dem Vorjahr. Damit sei erstmals seit drei Jahren wieder ein Wert über dem des Vorjahres erzielt worden. 2003 war der Umsatz der deutschen Druckindustrie um 2,2 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro gesunken (2002 -5 Prozent / 2001 –2,8 Prozent). Vom Außenhandel habe die Druckindustrie 2003 ungewöhnlich starke Impulse erhalten, die Auslandumsätze der Betriebe nahmen gegenüber 2002 um 26 Prozent zu. Die Exportquote erreichte mit 13,6 Prozent ihren höchsten Stand. Dies habe aber nicht ausgereicht, um die deutlichen Verluste im Inlandsgeschäft (-5,5 Prozent) auszugleichen. Zweistellig war 2003 auch das Wachstum der Importe (+13 Prozent). Die internationalen Austauschbeziehungen und damit auch die Auslandskonkurrenz – „vor allem aus den östlichen EU-Beitrittländern“ – habe weiter zugenommen.

 

Die wirtschaftliche Situation hatte auch Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen in der Druckindustrie: Auf den lang anhaltenden Umsatz- und Ertragsrückgang hätten die Unternehmen mit einem deutlichen Abbau ihres Personalbestands reagiert, erklärte Schwarz. Im Durchschnitt des Jahres 2003 waren 124.690 Personen bei Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten tätig, das sind sechs Prozent weniger als 2002; im Jahr zuvor habe der Personalbestand bereits um 5,4 Prozent abgebaut werden müssen.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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