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22. Juli 2010 | Allgemeines

Druckereien beenden 2009 mit Umsatzminus

Branchenverband bvdm kündigt Manteltarifvertrag

Die rund 15.000 Unternehmen der deut¬schen Druckindustrie haben im Jahr 2009 nur noch einen Umsatz von 21,7 Milliarden Euro erwirtschafteten, und damit rund sechs Pro¬zent weniger als noch im Jahr zuvor (23,1 Milliarden Euro). Und auch für das laufende Jahr kann der Bundesverband Druck und Me-dien (bvdm) nur verhalten optimistische Zah¬len vermelden. Der Abschwung werde kleiner, aber am Ende des Jahres werde noch immer ein Minus von etwa 2,5 Prozentpunkten zu Buche stehen, prognostizierte der Branchen¬verband am 8. Juli 2010 bei seiner Jahres-pressekonferenz in Frankfurt am Main.

Vor diesem Hintergrund kündigte der bvdm ei­nen großangelegten Konsolidierungskurs an, in dessen Zug der geltende Manteltarifvertrag zum 31. März 2011 gekündigt wurde. „Die im Mantel­tarifvertrag geregelten Arbeitsbedingungen stammen noch aus einer Zeit, als die Druckin­dustrie wuchs und ihre Unternehmen ertragsstark waren“, begründete der Verband seine Entschei­dung. Ziel des Prozesses sei es, Drucksachen kostengünstiger zu machen. Um dies zu errei­chen, sei eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Kostenreduzierung notwendig. Dafür fordern die Arbeitgeber Anpassungen der Maschinenbesetzungsregelungen und eine Er­weiterung des bereits bestehenden Arbeitszeit­korridors auf eine durchschnittliche Arbeitszeit­dauer von bis zu 40 Wochenstunden.

Zu der schwierigen Situation hat neben den in­nerdeutschen Entwicklungen auch die sinkende Nachfrage aus dem Ausland beigetragen. Ex­porten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro (minus 13 Prozent) haben Importe in Höhe von 1,9 Milliar­den Euro (minus neun Prozent) gegenüber ge­standen. Wie der bvdm weiter mitteilte, sei neben Umsatz und Kapazitätsauslastung (2009: 78,6 Prozent) auch die Zahl der Arbeitnehmer ge­schrumpft. 165.800 Mitarbeiter beschäftigten die Druckereien zwischen Flensburg und Garmisch, 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (172.000).

Jahresstatistik zum Download

Die Jahresstatistik des bvdm ist auch in der kürzlich erschienenen Broschüre „Die deutsche Druckindustrie in Zahlen“ nachzulesen. Darin findet sich umfangreiches Zahlenmaterial zu den Umsätzen mit verschiedenen Drucker­zeugnissen, Informationen zu den Investitionen in die Druckindustrie und Angaben zur Anzahl so­zialversicherungspflichtiger Mitarbeiter. Demnach beschäftigt die Mehrheit der Druckereien (30 Prozent) 100 bis 499 Mitarbeiter, weitere 35 Pro­zent 20 bis 100, Klein- und Kleinstbetriebe mit einem bis 19 Angestellten repräsentieren ein Viertel der deutschen Drucklandschaft, Großbe­triebe mit mehr als 500 Mitarbeitern sind deutlich seltener als noch vor zehn Jahren anzutreffen. Ihr Anteil sank von 13 auf acht Prozent. Ebenfalls dargestellt wird in „Die deutsche Druckindustrie in Zahlen“ die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Gut 70 Prozent der Betriebe haben einen bis neun Auszubildende, weitere 25 Prozent zehn bis 50. Die Broschüre kann unter www.bvdm-online.de kostenlos heruntergeladen werden.

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