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24. Juni 2005 | Allgemeines

Druckbeschäftigte erhalten ein Prozent mehr Lohn

bvdm: Wesentliche Erleichterungen für die Betriebe

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und die Gewerkschaft ver.di haben am 16. Juni 2005 einen neuen Lohntarifvertrag und einen neuen Manteltarfivertrag abgeschlossen. Danach wurde für das Jahr 2005 eine Einmalzahlung von 340 Euro und für das Jahr 2006 eine Erhöhung um ein Prozent bei einer Laufzeit des Lohntrafvertrags bis zum 31. März 2007 vereinbart. Der geänderte Manteltarifvertrag ist zum 31. Dezember 2009 kündbar.

„Mit diesem Tarifabschluss haben wir für unsere Betriebe wesentliche Erleichterungen erreicht“, kommentierte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Verleger des „Remscheider General-Anzeigers“, Dr. Wolfgang Pütz, die Vereinbarung. Durch die Einführung von Arbeitszeitkonten und die Erweiterung der Samstagsarbeit könne die Produktion in den Betrieben künftig flexibler gestaltet werden. Auch bei Zuschlägen und Freischichten gebe es eine gewisse Erleichterung für die Betriebe, wenn auch nicht in dem Maß, wie es sich die Arbeitgeber zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche gewünscht hätten.

 

Die Arbeitgeber bedauerten gleichzeitig, nicht das erreicht zu haben, was sie sich „ursprünglich unter einer Reform des Tarifvertrags vorgestellt“ hätten. Um einen erträglichen und der wirtschaftlichen Situation angemessenen Lohnabschluss zu erhalten, habe der bvdm jedoch Zugeständnisse machen müssen. Die Vereinbarungen im Einzelnen sind auf der Homepage des bvdm unter www.bvdm-online.de/aktuelles in zwölf Punkten zusammengefasst. Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Verbandsgremien. Der Sozialpolitische Ausschuss des bvdm wird am 6. Juli darüber entscheiden.

 

Drei Tage zuvor hatten die Zeitungsverlage in Schleswig-Holstein, die nicht im Arbeitgeberverband Druck organisiert sind, für die gewerblichen Mitarbeiter sowie Druck- und Verlagsangestellten der Zeitungsverlage einen Tarifabschluss getätigt: Danach werden die Löhne und Gehälter rückwirkend zum 1. April 2005 um 0,9 Prozent erhöht. Diese Lohn- und Gehaltstarifverträge sind erstmals zum 31. März 2007 kündbar. Ferner wurden die Manteltarifverträge bis zum 31. Dezember 2009 verlängert. Weiter haben die Tarifvertragsparteien eine neue Regelung zur Beschäftigungssicherung verabredet. Darüber hinaus sollen bis Ende Juni 2005 von den Tarifvertragsparteien noch Regelungen zu Arbeitszeitkonten verabredet werden, die Abweichungen von der vereinbarten individuellen oder tariflichen Arbeitszeit zulassen.

 

In Bayern wurde am 17. Juni 2005 ebenfalls ein neuer Gehaltstarifvertrag für die Verlagsangestellten abgeschlossen. Nunmehr wurde die im vergangenen Jahr vom Verband Bayerischer Zeitungsverleger abgegebene Empfehlung, die Gehälter ab 1. Mai 2004 um 1,3 Prozent anzuheben, tariflich festgeschrieben. (In den letzten beiden Jahren war es in Bayern zu keinem Tarifabschluss gekommen.) Für das Jahr 2005 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 340 Euro (Auszubildende 75 Euro), die mit der Juliabrechnung fällig wird; ab 1. Januar 2006 werden die Gehälter um 1,3 Prozent erhöht. Ab diesem Zeitpunkt gilt eine neue Gehaltsstruktur. Im Wesentlichen wird eine neue Gehaltsgruppe eingeführt, die unterhalb der bisherigen Gruppe 4 liegt. Dadurch werden weitere Einsparungsmöglichkeiten erreicht. Der Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2007; der Manteltarifvertrag wurde bis zum 30. Juni 2007 verlängert. Dieser Tarifabschluss steht ebenfalls unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Verbandsgremien.

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