Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

15. Oktober 2010 | Allgemeines

dpa total multimedial

Bundespräsident Wulff bei Eröffnung des dpa-Newsrooms in Berlin

Medien sollen zuspitzen, nicht erstechen: Das sagte Bundespräsident Christian Wulff bei der Eröffnung der neuen Zentralredaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.

Angesichts der Informationsflut verlangte das Staatsoberhaupt eine stärkere Qualitätssicherung im Journalismus. „Wir brauchen Orientierung im immer dichteren Gestrüpp von Meldungen, Mut­maßungen und Meinungen“, betonte Wulff. „Wir brauchen Journalisten, die Verantwortungsbe­wusstsein zeigen, denen wir vertrauen können, die verlässlich und glaubwürdig sind.“

Der Bundespräsident warnte vor überdrehter Berichterstattung: „Wir brauchen Kontroversen, Konflikte, Kritik. Aber keine Verletzungen, Ver­spottung, Verachtung. Wir brauchen Medien, die zuspitzen. Aber nicht, um damit jemanden zu erstechen.“ Angesichts des rasanten Wandels in der Medienlandschaft betonte Wulff die beson­dere Rolle von Nachrichtenagenturen. „Prüfen, abwägen, auch mal etwas weglassen, weil sich die gute Story am Ende doch als lahme Ente erwiesen hat (...) nur so wird bezahlter Journa­lismus eine Zukunft haben.“

Im neuen Newsroom der dpa sind auf 3.800 Quadratmetern erstmals die Redaktionen für Text-Berichterstattung, Foto, Grafik, Audio, On­line und Video vereint. Bisher waren sie auf die Standorte Hamburg, Frankfurt und Berlin verteilt. Bei der Eröffnung erklärte dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner, Multimedialität sei kein Schlagwort, sondern täglich gelebte Wirklichkeit in der Nachrichtenproduktion. „Grenzen zwischen den klassischen Ressorts und den Mediengat­tungen gibt es hier nicht mehr“, erklärte er. „Wir haben von Anfang an gesagt: Wir ziehen nicht nur nach Berlin um, wir ziehen auch im Kopf um.“

Büchner unterstrich, wie wichtig Unabhängig­keit und Qualität für die dpa blieben. „Wir sind stolz darauf, dass wir von der Gesamtheit der deutschen Medien getragen werden.“ Die dpa sieht er als eine Art „Wasserwerk der Demokra­tie“. Das heiße, Kunden würden mit sauberem Wasser aus guten Quellen vorsorgt - bewusste Falschinformationen würden herausgefiltert.

zurück