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03. Juli 2000 | Allgemeines

dpa steigert Umsatz um 1,3 Prozent

Geschäftsführung sieht neue Chancen im Internetzeitalter

Die Deutsche Presse-Agentur GmbH in Hamburg baut ihr Internetgeschäft weiter aus. Mit der Gründung der Tochter dpa-info.com GmbH reagiert das Unternehmen auf neue Online-Märkte. Dies teilte Walter Richtberg, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung, am 27. Juni 2000 an-lässlich der Gesellschafterversammlung in Berlin bei der Vorlage des Geschäftsberichts für 1999 mit.

Mit Ausgliederungen neuer Aktivitäten habe die dpa bisher gute Erfahrungen gemacht. "Auch diese Neugründung ist Ausdruck der Tatsache, dass wir mit hoher Flexibilität und Anpassungsbereitschaft den Märkten folgen", erklärte Richtberg. Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit dem Geschäftsjahr 1999: Die dpa habe im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens den Umsatz um 1,3 Prozent auf 198,2 Millionen Mark gesteigert. Der Jahresüberschuss 1999 (nach Steuern) betrug 1,33 Millionen Mark. Hervorgehoben wurde insbesondere die Entwicklung bei den Tochterunter-nehmen. "Alle haben im Berichtsjahr schwarze Zahlen geschrieben", sagte Richtberg. Besonders erfolgreich sei die news aktuell GmbH. "Über Plan" habe auch die für die Bild-Berichterstattung in Ostdeutschland zuständige Fotoagentur Zentralbild GmbH gelegen.

Die dpa-Firmengruppe erzielte 1999 insgesamt einen Umsatz von 218 Millionen Mark (+ 2,1 Prozent). Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter be-trug 1.096, davon 917 bei der Muttergesellschaft. Der Vorsitzende sieht bei der weiteren Entwicklung des Medienmarktes mehr Chancen als Risiken für die Agentur. Zwar stagniere das Geschäft mit klassischen Agenturdienstleistungen und könne in Zukunft leicht rückläufig sein. Andererseits sei dpa erfolgreich mit zusätzlichen Online-Angeboten etwa für Sport, Ratgeber und Entertainment. dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn betonte, das Erneuerungstempo werde durch das Online-Geschäft noch wesentlich höher werden. "Die dpa bietet mit ihrem Diensten schon völlig neue Darstellungsformen wie bewegte interak-tive Grafiken an." Aber auch im Internet zählten die klassischen journalistischen Tugenden "Qualität, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit".

Als Besonderheit im vergangenen Geschäftsjahr hob Herlyn vor allen Dingen den Umzug des Bonner dpa-Büros nach Berlin hervor. Im neuen Hauptstadtbüro arbeiteten mehr als 100 fest angestellte Mitarbeiter (im Bundesbüro, den Landesdiensten Berlin/ Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie beim dpa/Rufa-Audiodienst und der Fotoagentur Zentralbild). Ferner habe es in der Hamburger Zentrale eine tiefgreifende Strukturreform mit der Einrichtung des Ressorts "Vermischtes/Modernes Leben", der Ausweitung der Online-Dienste und eine Verfeinerung des Regionalisierungskonzeptes der dpa gegeben. Auch sei der internationale dpa-Dienst in Englisch weiter ausgebaut worden.

Anlässlich der Gesellschafterversammlung der Agentur in Berlin wurde der Aufsichtsrat der dpa in seinem Amt bestätigt: Die turnusmäßig nach drei Jahren ausscheidenden Amtsinhaber Hermann Balle (Straubing), Joachim Lampe (Hamburg) und Karlheinz Röthemeier (Mainz) wurden wieder ge-wählt. Als kooptiertes Mitglied wurde Udo Kolb (Leutkirch) in das Gremium aufgenommen. Der Aufsichtsrat erneuerte in seiner konstituierenden Sitzung das Mandat seines Vorsitzenden Karlheinz Röthemeier.

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