Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

16. Dezember 2008 | Namen und Nachrichten

dpa mit türkisch-deutschem Nachrichtendienst

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) startet im Frühjahr 2009 einen zweisprachigen Nachrich­tendienst in türkischer und deutscher Sprache. Das Angebot mit zunächst täglich rund 50 Mel­dungen und Berichten ist auf die Informations­interessen türkischstämmiger Bürger in Deutsch­land zugeschnitten. Potenzielle Abnehmer sind laut dpa-Angaben „alle türkisch-sprachigen Me­dien im In- und Ausland, aber auch deutsche Zeitungen, Rundfunksender und Onlineangebote, die eine neue Zielgruppe erschließen wollen“. Das Projekt soll dazu beitragen, die „Mediennut­zung türkischstämmiger Zuwanderer zu erhöhen und sie dadurch besser zu integrieren“, sagte Heinz-Rudolf Othmerding, der als Mitglied der dpa-Chefredaktion den Dienst inhaltlich verant­worten wird. Die Bevölkerungsgruppe der Mi­granten wachse, fügte dpa-Geschäftsführer Mi­chael Segbers hinzu. „Wir sind uns mit Medien­wissenschaftlern einig, dass die deutschen Me­dien diese Gruppe stärker als potenzielle Leser und Nutzer berücksichtigen sollten.“ Die neue Redaktion wird ihren Sitz in Berlin haben und aus vier bilingualen Redakteuren sowie einem Netz freier Mitarbeiter bestehen. Redaktionsleiter wird der ehemalige Türkei-Korrespondent der dpa, Ingo Bierschwale. Der mit Bildern versehene Dienst soll zum April starten und ein ressortüber­greifendes Spektrum abdecken, von Servicein­halten wie EU-Einwanderungsrecht oder Renten­versicherung bis hin zu Politik, Wirtschaft, Metro­polenberichterstattung, Sport, Kultur oder Unter­haltung. Wie bei der Einführung der dpa-Kinder­nachrichten plant die Agentur Workshops mit Chefredakteuren und Fachleuten zum Thema Medien und Migration. Die Zeit sei reif für den zweisprachigen Nachrichtendienst, sagte Segbers weiter. Verschiedene Großstadtzeitungen und Rundfunkanbieter hätten ihr Angebot für Migran­ten bereits deutlich ausgeweitet und könnten nun durch den neuen Dienst auf noch mehr zielgrup­pengerechte Nachrichten und Themen zugreifen.

zurück