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12. Juni 2017 | Namen und Nachrichten

Diskriminierungsschutz: Presserat veröffentlicht Entscheidungshilfen für Redaktionen

presserat.jpgDer Deutsche Presserat hat Ergänzungen zu Regeln für die Kriminalberichterstattung in Richtlinie 12.1 des Pressekodex veröffentlicht. „Wir haben Kritik und Anregungen zu diesem Thema aus vielen Redaktionen aufgenommen und umgesetzt. Die Leitsätze sollen Entscheidungshilfen für die Anwendung der Regeln im Redaktionsalltag geben“, sagte Manfred Protze, Sprecher des Deutschen Presserats.

Der Presserat hat darin Kriterien zusammengestellt, die für oder gegen ein begründetes öffentliches Interesse und damit eine mögliche Nennung der Zugehörigkeit von Tätern und Tatverdächtigen zu einer Minderheit sprechen. Die freiwillige Selbstkontrolle stützt sich unter anderem auch auf Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Sie legten laut Presserat den Schluss nahe, dass die Angabe der Herkunft von Tatverdächtigen und Tätern in der Kriminalitätsberichterstattung die Einstellung von Lesern gegenüber den genannten Minderheiten insgesamt negativ beeinflussen könne.

Nachdem das Plenum des Presserats im März dieses Jahres zunächst eine Aktualisierung der Richtlinie 12.1 vorgenommen hatte, folgten nun die als Ergänzungen. Diese seien nicht in Stein gemeißelt, ergänzte Protze. „Wir werden die darin gegebenen Erläuterungen im Lichte praktischer redaktioneller Erfahrungen gegebenenfalls weiter entwickeln."

Die Leitsätze sind auf der Homepage des Presserats unter www.presserat.de abrufbar.

 

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