Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

30. März 2011 | Digitales

Digital-Trends 2011

Keinen Trend verpassen! Das Online-Geschäft entwickelt sich in immer kürzeren Innovationszyklen. Für Verlage ist es wichtig, bei relevanten Entwicklungen mit dabei zu sein. Was die Zeitungsbranche 2011 und darüber hinaus an relevanten Trends erwarten kann, finden Sie nach Schlagworten gelistet in der nachfolgenden Checkliste.


checkliste neu App
Die mobilen Anwendungen haben einen neuen lukrativen Wachstumsmarkt entstehen lassen, der sich aus dem Verkauf aber auch aus mobiler Werbung speist. Besonders App-Anbieter, die auf die Verbreitung von lokalen Inhalten und Dienstleistungen setzen, wird eine große Zukunft vorher gesagt. Im vergangenen Jahr haben deutsche Handy-Nutzer rund 900 Millionen mobile Anwendungen auf ihre Smartphones geladen. Damit habe sich die Zahl der App-Downloads im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (plus 112 Prozent). Das berichtet der Verband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance. Weltweit sollen rund 520.000 Apps existieren. Im Jahr 2010 waren fast 90 Prozent aller in Deutschland herunter geladenen Apps kostenlos. Mit den 110 Millionen kostenpflichtigen Anwendungen wurde im Jahr 2010 ein Umsatz in Höhe von 357 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittspreis der Bezahl-Apps lag bei 3,25 Euro.

Couponing
Groupon und Livingsocial dominieren in den USA das stark wachsende Geschäft der Schnäppchenjäger. Der Markt dürfte in den USA von 873 Millionen Dollar Umsatz im vergangenen Jahr auf vermutlich rund 3,9 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2015 ansteigen. Das geht aus einer Studie des US-Beratungsunternehmens BIA/Kelsey hervor. Die Websites wie groupon.com bieten ihren Nutzern Rabatte für Waren und Dienstleistungen wie Maniküre, Yogastunden oder Hotelzimmer an. Die Branche wächst, da die Anbieter in kleinere Städte und Gemeinden expandieren und die Produktpalette ausweiten.


Cloud Computing
Schon im Vorfeld der CeBIT war Cloud Computing eines der meist diskutierten Themen. Die Software-Nutzung via Internet-Zugriff hat sich mittlerweile zum Megatrend der IT-Branche entwickelt. Viele Unternehmen nutzen Cloud-Dienste und lagern so einen Teil ihrer IT-Infrastruktur ins Netz aus. Wer in der Cloud arbeitet, muss auf dem Computer keine Programme installieren. Die Software steht im Internet bereit. Unternehmen sind dadurch in der Lage, IT-Leistungen bedarfsorientiert zu beziehen, um damit ihren dynamischen Anforderungen flexibel zu begegnen. So lassen sich Kosten einsparen und Kapazitäten effektiver nutzen.

Hybrid-TV
Neben 3-D-Fernsehen waren Fernsehgeräte mit Internetzugang ein Trendthema der diesjährigen CeBIT. Und die neue Generation webfähiger Hybrid-TVs hat durchaus das Potenzial, das Unterhaltungsmedium zu revolutionieren. Hybridgeräte verbinden das Beste aus zwei Welten: Informationen aus dem TV-Signal von Antenne, Sat-Schüssel oder aus dem Kabel mit Daten aus dem Internet. Momentan ist die Verbreitung hybrider Fernsehgeräte in Deutschland noch gering. Hierzulande verfügen erst fünf Prozent der Haushalte über TV-Geräte mit Internet-Anschluss. Zum Vergleich: In Japan sind es zwölf, in Frankreich und den USA zehn Prozent. Allerdings sind weiterhin 46 Prozent der Deutschen an konvergenter Nutzung von TV und Internet interessiert. Bis 2014 sollen rund 42 Prozent aller verkauften TV-Geräte internetfähig sein. Als attraktive Zusatzfunktionen könnten Video on Demand sowie eine integrierte „Click-to-buy“-Option die Marktdurchdringung beschleunigen.


Mobile Payment
Mobiles Einkaufen und Bezahlen wird sich innerhalb der nächsten Monate auch in Deutschland durchsetzen. Mit dem Start des „Mobile Wallet“ der Telekom 2011 wird das Handy zum virtuellen Portemonnaie. Die Kunden der Telekom müssen zukünftig ihr Handy an ein entsprechendes Lesegerät halten, um ihre Waren zu bezahlen, Tickets für Veranstaltungen beziehungsweise den Regionalverkehr zu kaufen oder an Bonusprogrammen teilzunehmen. Eine neue Technologie – Near Field Communication (NFC) – macht dies möglich. Fehlendes Kleingeld am Ticketautomaten und defekte Magnetstreifen an Karten sollen damit der Vergangenheit angehören.

Social Gaming
Eines der am stärksten wachsenden Geschäftsmodelle im Internet sind Online-Spiele. Begründet wurde der Trend auf Facebook: Millionen Mitglieder spielen dort „Farmville“, „Pet Society“ & Co. Aber auch das iPhone entwickelt sich zur mobilen Games-Konsole. Der hohe Suchtfaktor der Minispiele, die an die Netzwerke angeschlossen sind, kann für Werbetreibende viel wert sein. In diesem Jahr, so eine Studie von eMarketer, werde der Umsatz die Grenze von einer Milliarde US-Dollar überschreiten, was etwa 732,5 Millionen Euro entspräche. Dies seien spektakuläre Zahlen, angesichts der Tatsache, dass diese Art der sozialen Unterhaltung erst vor rund zwei Jahren richtig Fuß fasste, staunt Paul Verna von eMarketer.

Es tummeln sich nicht nur Games-Spezialisten in dem Markt. Medienhäuser wie RTL (Gamechannel.de), ProSiebeSat.1 (Sevengames.de, Sat1Spiele.de) oder Axel Springer (Bildspielt.de) sind bereits in diesem Segment aktiv. Der Umsatz lässt sich bei Spielportalen am ehesten über den Verkauf virtueller In-Game-Gegenstände oder Umfeldwerbung erzielen. Abo-Modelle funktionieren schlechter, auch In-Game-Advertising tut sich nach wie vor schwer.

Standortbezogene Dienste
Man ist in der Stadt unterwegs, schaut aufs Handy und sieht auf einer Online-Karte, welche Freunde sich in der Nähe befinden. Auf Mobiltelefonen, die über GPS verfügen, kann man das heute schon. Zum Beispiel mit dem Service Google Latitude. In Zukunft wird man vermehrt auch Texte, Bilder und Videos, die man im Netz publiziert, mit standortbasierten Informationen versehen. Der Handy-Nutzer läuft durch eine fremde Stadt und erhält standortbezogene Informationen zu seinem unmittelbaren Umfeld direkt auf den Bildschirm seines Mobiltelefons. Zum Beispiel Restaurantkritiken, Hintergrundinformationen zu historischen Bauten, Abfahrtszeiten von Tram und Metro.

Tablet-Boom
Der Markt für Tablet-PCs entwickelt sich rasant. Nach einer Prognose von Caris&Company sollen sich die weltweiten Tablet-Verkäufe in diesem Jahr mehr als verdreifachen. Erwartet wird ein Wachstumsplus von 226 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das entspricht einem Absatz von 54 Millionen Geräten. Branchenexperten gehen davon aus, dass das derzeit führende iPad zwar eine wichtige Position behalten werde, aber andere Geräte signifikante Marktanteile erobern werden. Die meisten Tablets nutzen Googles Betriebssystem Android. Android bietet ein offenes System, in das Verlage eigene Apps einfacher integrieren können. Während der diesjährigen Branchenmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden 80 neue Tablet-Modelle vorgestellt. Die meisten sind bereits mit der Software Android ausgestattet.

4G-Offensive
Das 4G-Netz ist der nächste Schritt in der Evolution der Mobilfunksysteme. Im herkömmlichen 3G-Netz sind mit dem UMTS-Standard Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 384 Kilobit pro Sekunde möglich. Wird das UMTS-Netz mit „High Speed Packet Access“ (HSPA) erweitert, steigt das Surf-Tempo auf bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Download (HSDPA). Als aussichtsreichster Nachfolgestandard für 4G gilt die Technologie „Long Term Evolution“ (LTE). LTE wird bereits seit einiger Zeit erfolgreich im Labor getestet und verspricht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde im Download. Im Upload ist von 75 Megabit pro Sekunde die Rede. Dabei ist die LTE-Technik laut Entwickler relativ kompatibel mit dem UMTS-System. Die Umstellung der Mobilfunknetze auf den 4G-Standard soll somit schnell und mit „überschaubaren Kostenaufwand“ möglich sein. Wann es das erste richtige 4G Netz in Deutschland geben wird ist noch unklar.

zurück