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16. Januar 2013 | Allgemeines

Die Zeitung der Zukunft ist die bessere Zeitung

Deutscher Medienkongress in Frankfurt

Zu Pessimismus besteht kein Anlass, so zumindest die Aussage der vier Zeitungshäuser, die beim Deutschen Zeitungskongress in Frankfurt am 15. Januar 2013 den Start einer gemeinsamen Quality Alliance bekanntgegeben haben. "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Allgemeine", "Die Zeit" und "Das Handelsblatt" wollen in Zukunft ihre digitalen Angebote gemeinsam vermerkten.

Tobias Trevisan, Detlef Haaks, Marianne Dölz und Rainer Esser verkünden beim Medienkongress die Gründung der „Quality Alliance" (v.r.n.l.).Tobias Trevisan, Detlef Haaks, Marianne Dölz und Rainer Esser verkünden beim Medienkongress die Gründung der „Quality Alliance" (v.r.n.l.).Nie habe es einen Zeitpunkt gegeben, an dem mehr Menschen mit Zeitungen in Kontakt gekommen seien als heute, erklärte der Geschäftsführer des Zeit-Verlags, Rainer Esser, mit Verweis auf die hohen Reichweiten gedruckt und digital. "Und doch gibt es immer wieder verwirrte Köpfe, die den Abgesang auf Print anstimmen."

Mit den Qualitätsmedien haben "wir eine Aufgabe in diesem Land", hatte zuvor Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung der "Frankfurter Allgemeinen", erläutert. Das gelte für die Vermittlung politischer und wirtschaftlicher Themen ebenso wie für die Debattenkultur. "Qualitätsmedien leben von Glaubwürdigkeit, Transparenz und Leistung". Mithilfe der Quality Alliance sollten künftig die gemeinsamen Interessen, die auf einem gleichartigen Geschäftsmodell beruhten, noch besser vertreten werden.

Detlef Haaks, Geschäftsführer Süddeutscher Verlag, machte deutlich, dass die anhaltende Diskussion über Auflagen und Werbeerlöse sich vom Thema Print lösen müssten. "Wir sind mitten im Wandel zur digitalen Distribution, bei der Süddeutschen haben wir damit auch bereits erste Erfolge erzielt. Die Zeitung der Zukunft ist die bessere Zeitung", denn sie werde digital noch viel mehr anbieten als heute bereits möglich und üblich sei.

"Mit guten, nicht austauschbaren Geschichten werden wir auch künftig bestehen", ergänzte Marianne Dölz, Geschäftsführerin des "Handelsblatts". "Wir müssen genauer hinschauen, wo wir starke Marken haben." An eine gemeinsame Vermarktung der Printtitel sei mit der neuen Allianz aber nicht gedacht, zumal es diesbezüglich auch kartellrechtliche Fragen zu klären gäbe.

Weitere Mitstreiter seien im Übrigen willkommen, versicherte Trevisan, immer vorausgesetzt, sie bekennten sich zu Transparenz und Anspruch wie die vier Gründer. Denn "wir können nur existieren, wenn wir der Werbewirtschaft glaubwürdige Werte zur Planung anbieten".

 

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Jan Bayer (Vorstand Technik und Welt-Gruppe bei der Axel Springer AG) spricht sich für eine bessere Werbewirkungsforschung bei den Verlagen aus.Jan Bayer (Vorstand Technik und Welt-Gruppe bei der Axel Springer AG) spricht sich für eine bessere Werbewirkungsforschung bei den Verlagen aus.Um glaubwürdige Werte war es zuvor auch Jan Bayer (Vorstand Welt-Gruppe und Technik bei der Axel Springer AG) gegangen. Der Manager hatte gefordert, dass Zeitungen und Zeitschriften ihre Werbewirkung noch besser als bisher dokumentieren müssten. "Wir brauchen das in einer standardisierten Form, sodass die Medien vergleichbar werden." Gelinge dies nicht in den kommenden zwei Jahren, würden andere Medienformate den Printtiteln das Wasser abgraben, prognostizierte Bayer. Verbraucheranalyse und ACTA seien gute Hilfsmittel, reichten aber heute nicht mehr aus, sagte der Verlagschef mit Blick auf die Diskussion um Auflagen und Werbewährung in den Branchengremien, etwa bei IVW und OVK. Sollten die Verlage da nicht weiterkommen, wolle er nicht ausschließen, dass die Axel Springer AG mit einer eigenen Lösung auf den Markt komme.

Fotos: Horizont

Ort: Frankfurt am Main

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