Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

03. November 2005 | Allgemeines

Die Zeitung als Genussprodukt

Mit redaktioneller Kompetenz auch im Internet punkten

Was sind die Voraussetzungen für den Erfolg mit publizistischen Produkten im Internet? Auf jeden Fall gehört dazu ein exzellentes journalistisches Handwerk, meinte der Geschäftsführer und Chefredakteur der Netzeitung, Michael Maier, bei der Veranstaltung „Zeitung und Internet – Strategien, Produkte, Geschäftsmodelle“.

Netzjournalisten müssten vor allem eine große Sympathie für Technik und technologische Ab­läufe mitbringen. Doch leider stünden die meisten Journalisten der Internettechnologie zu kritisch gegenüber. Viele hätten sogar Angst vor dem Netz, so Maier. Dies gründe vor allem darauf, dass die Akteure einer ständigen Kontrolle durch das Publikum ausgesetzt seien. „Die Leser rea­gieren direkt“, so Maier. Deshalb müssten Jour­nalisten im Internet noch disziplinierter als in an­deren Medien arbeiten.

Zum Geschäftsmodell führte der Manager und Journalist aus, dass auch auf lange Sicht die Werbung die Haupteinnahmequelle im Internet bleibe. Auch dabei gehe es vor allem um schlichtes Handwerk, das viele Beteiligte – vor allem die Agenturen – noch erlernen müssten. Den Zeitungen legte Maier ans Herz, sich im In­ternet auf das Kerngeschäft „Nachrichten“ zu konzentrieren.

Die redaktionelle Kompetenz als Alleinstel­lungsmerkmal der Zeitung betonte auch Oliver Bargfeld, Geschäftsführer RP-Online und Leiter Produkt- und Markenentwicklung bei der in Düs­seldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ („RP“). Kern der Marke Zeitung seien die Inhalte, und der Kunde entscheide, welche Inhalte er wann auf welchem Kanal vom Verlag erwarte. So sei es das Ziel seines Unternehmens, mit der Marke „RP“ überall präsent zu sein, „wo ein Kundenbe­dürfnis entsteht“. Damit werde die Marke zum Begleiter über den Tag, und Zielgruppe seien alle Menschen in der Region.

Bargfeld prognostizierte, dass die gedruckte Zeitung mittel- bis langfristig zu einem „Genuss­produkt“ werde. Umso wichtiger sei es, dass die Verlage andere Kanäle und auch Geschäftsfelder besetzten.

Was funktioniert im Markt, was kann unter der jeweiligen Zeitungsmarke entwickelt werden? Lernen durch Versuch und Irrtum sei das wich­tigste Prinzip, meinte Bargfeld. So entstanden unter der Dachmarke „RP“ die Geschäftsbereiche „RP“-Reise, „RP“-Event, „RP“-Shop, „RP“-Ticket. Und mit „Opinio“ wurde ein Zielgruppenangebot entwickelt, das aus dem Internet generiert und für die gedruckte Zeitung sowie für ein eigenes Ma­gazin aufbereitet wird.

zurück