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03. November 2005 | Allgemeines

Die Vielfalt nutzen

ZMG präsentiert „Einfach Zeitung!“ bei den Medientagen München

Was sind die Chancen, wo liegen die Herausforderungen für die gedruckte Zeitung am Anzeigenmarkt in wirtschaftlich schweren Zeiten? Das war eine der Fragen, die Moderator Christian Ickstadt (Verlagsgruppe Handelsblatt) Vertretern von Kunden-, Agentur- und Verlagsseite beim ZMG-Panel „Einfach Zeitung!“ anlässlich der Medientage in München stellte.

Dieter Schweer, Bereichsvorstand Kommunika­tion HVB Group (München), attestierte der Tages­zeitung Schnelligkeit und Aktualität. Die Zeitung informiere, das Fernsehen emotionalisiere. Des­halb komme es auf den richtigen Mediamix an. Die aktive Kaufbotschaft werde jedoch immer über die Zeitung vermittelt.

Dietmar Rehker, Geschäftsführer MediaCom (Düsseldorf), meinte, dass sich Zeitungen lange Jahre als „Dinos der Medienlandschaft“ gezeigt hätten. Mittlerweile habe sich jedoch viel zum Guten verän­dert. Doch müssten sie sich auf dem Weg zum nationalen Werbemedium noch wett­bewerbsfähi­ger aufstellen.

Dem widersprach David Brandstätter, Ge­schäftsführer der „Main-Post“ (Würzburg). Das Handling von Anzeigen in der Zeitung sei viel einfacher geworden. „Heute kann man ein natio­nales Netzwerk stricken mit regionalen Reich­weiten.“ Dabei liege die Stärke der Tageszeitun­gen in der Region, „das kann kein anderes Me­dium bieten“.

Das wiederum bestätigte Christoph Mattes, Ge­schäftsführer der „Abendzeitung“ (München). Die regionale Verankerung zeichne 95 Prozent der deutschen Zeitungen aus. Es sei ein Vorteil der Gattung, dass sowohl der nationale Anspruch wie auch die regionale Verankerung für Werbungtrei­bende zur Verfügung stehe. Dies bestätigte Me­diaCom-Geschäftsführer Rehker, der betonte, dass bei Zeitungen wenig Streuverluste für Wer­bebot­schaften gebe. Sie seien „wunderbar steu­erbar“. Beim Fernsehen sei die Streuung viel breiter. Aus Mediasicht empfand er es jedoch als „immer noch schwierig, dass es keine nationale Kombination gibt“.

Angesichts aktueller Anzei­genformate wie so genannten Shadow-Anzeigen oder der Um­man­telung von Zeitungsbüchern warnte „Main-Post“-Chef Brandstätter allerdings auch davor, die Kre­ativität in der Anzeigenschal­tung zu weit zu trei­ben. Dies sei ein „zweischnei­diges Schwert“. Die Glaubwürdigkeit der Zeitung sei wichtig. Würde die Zeitung beispielsweise an 250 Tagen im Jahr eingepackt, erwarte er einen Ab­stumpfungseffekt.

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