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07. Februar 2008 | Allgemeines

Die Knebelung der Medien in China wird Tag für Tag schlimmer

Weltverband der Zeitungen mit Kampagne für die Pressefreiheit

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) in Paris ruft Verleger, Herausgeber und Redakteure zur Mitwirkung an einer Kampagne auf, die im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking auf die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und freien Information in China aufmerksam machen will.

WAN AnzeigeDie Knebelung der Medien werde Tag für Tag schlimmer, dutzende Journalisten seien inhaftiert, heißt es dazu in einem Schreiben des Weltverbands. Zeitungen weltweit werden deshalb gebeten, unentgeltlich entsprechend formulierte Anzeigen abzudrucken, um auch ihre Leser auf die untragbare Situation aufmerksam zu machen. Druckfertige Anzeigen (in deutscher Sprache) und Banner können im Internet heruntergeladen werden unter www.wan-press.org/china/ads.php?id=50. Bei Problemen hilft die neue Managerin Außenbeziehungen des WAN, Elena Perotti (eperotti(at)wan.asso.fr), weiter.

„Unsere Kollegen bei Zeitungen und anderen Medien in China brauchen unsere Solidarität und Unterstützung, um ihr Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit angesichts dieser gravierenden Unterdrückung weiter fortzusetzen“, heißt es dazu in einem Schreiben von WAN-Generalsekretär Timothy Balding. Leser weltweit sollten sich, wenn sie im August die Olympischen Spiele verfolgten, bewusst sein, dass den Menschen Chinas freie Information vorenthalten werde.

Auch die Menschenrechtorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat am 5. Februar 2008 „neue Anklagen und Verurteilungen für Menschenrechtler und Schriftsteller“ in China beklagt. So sei der Menschenrechtler Hu Jia am 27. Dezember 2007 festgenommen und Ende Januar 2008 wegen „Aufwiegelung gegen die Staatsgewalt angeklagt worden. Mit derselben Begründung sei der Schriftsteller Lu Gengsong am 4. Februar zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Auf Bewährung frei gelassen wurde der im Frühjahr 2005 als angeblicher Spion für Taiwan zu fünf Jahren Haft und einer Geldbuße von 60.000 Euro verurteilte Journalist Ching Cheong, der in Hongkong unter anderem als Korrespondent für die Tageszeitung „Strait Times“ (Singapur) gearbeitet hatte. Freigelassen nach vollständiger Verbüßung seiner Haftstrafe wurde auch der chinesische Journalist Li Changqing, Träger der goldenen Feder der Freiheit 2008 des Weltverbands der Zeitungen. Li war seinerzeit verurteilt worden, weil er die Bevölkerung über den Ausbruch von Dengue-Fieber informiert hatte, bevor die staatlichen Stellen dies bekannt gegeben hatten.

Nach Erkenntnissen des WAN und von RoG sitzen mindestens weitere 30 Journalisten und 50 Cyber-Dissidenten derzeit in Haft. WAN und RoG fordern die chinesische Regierung auf, die Gefangenen noch vor Beginn der Olympischen Spiele frei zu lassen.

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