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06. August 2003 | Allgemeines

DFB setzt auf Kooperation mit Zeitungen

Klare Botschaft der Verlage: Informationen müssen unentgeltlich verfügbar bleiben

Die Zeitungen haben auch in Zukunft einen kostenfreien Informationsanspruch gegenüber den im Deutschen Fußballbund (DFB) organisierten Vereinen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das der BDZV am 7. Juli 2003 mit dem DFB in Frankfurt am Main geführt hat.

Anlass waren heftige Irritationen bei den Zeitungsverlagen, ausgelöst durch die Pläne des DFB, einen bundesweiten Ergebnisdienst zu entwickeln. Dazu hat der DFB mit mehreren Partnern ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um Inhalte wie Tabellen, Spielergebnisse und Spielpläne über ein Internet gestütztes Tabelleninformations- und Produktionssystem an interessierte Medien zu verkaufen.

 

Die Vereine sollen dazu künftig alle Daten rund um die Fußballspiele in einer Internetplattform ihres Landesverbandes einspeisen. Von dort werden sämtliche Ergebnisse für die DFB-eigene Website „sportline.de“ aufbereitet.

 

Die Verlage befürchteten vor diesem Hintergrund, dass hier eine Monopolisierung der Informationen durch den DFB stattfinde, die, sollte künftig der Verband alleiniger Anbieter dieser entgeltlichen Inhalte sein, zu absehbaren Kostensteigerungen für die Sportberichterstattung in der Presse führen werde. Anlässlich des Gesprächs in Frankfurt am Main forderten die Vertreter des BDZV, auch künftig sicherzustellen, dass Informationen rund um den Spielbetrieb unentgeltlich verfügbar bleiben.

 

Der Präsident des DFB, Gerhard Meyer-Vorfelder, erklärte beim Gespräch mit Vertretern des BDZV, dass auch der Deutsche Fußballverband sich in seiner Informationsarbeit weiter entwickeln müsse. Die neue Internetplattform sportline.de optimiere die digitalen Produktionsprozesse und bereite die eingegangenen Informationen zu einem fertigen Produkt auf, das gegen Entgelt abgegeben werde. Dabei bleibe es den Verlagen selbst überlassen, ob sie dieses Produkt beziehen wollen oder sich ihre Informationen auf andere Weise beschaffen und selbst bearbeiten.

 

Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Funktion der so genannten „Meldeköpfe“. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter der Vereine, die bisher alle Ergebnisse eines Spieltags gesammelt und an die lokalen Sportredaktionen gemeldet haben, werden nach Aussage des DFB künftig nicht mehr notwendig sein, da die Vereine wie beschrieben künftig ihre Daten selbst auf einer verbandseigenen Internetplattform einspeisen sollen.

 

Bei den Vertretern des BDZV war der Eindruck entstanden, dass der DFB dieser Gruppe untersagen wollte, entsprechende Spielberichte und Hintergrundinformationen an die Redaktionen zu liefern. Dieses bezeichnete der DFB als Missverständnis. Gegenüber den Regional- und Landesverbänden sei klar gestellt worden, dass die Mitarbeiter die Spielansetzungen, Tabellen und Ergebnisse nicht kommerziell vermarkten dürften, dass darüber hinausgehende Dienstleistungen für die Redaktionen jedoch wie bisher nicht im Einflussbereich des DFB lägen und auch nicht unterbunden würden.

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