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20. September 2005 | Allgemeines

Deutscher Werberat mahnt Moral an

Kritik an Wahlwerbung der Parteien

Der Deutsche Werberat ruft für künftige Wahlkämpfe die politischen Parteien zu mehr Anstand und Respekt vor den konkurrierenden Bewerbergruppen auf. Wären die Werbegesetze der Wirtschaft auf politische Reklame anwendbar, müsste ein Teil davon als irreführend oder diskriminierend und damit als unlauter eingestuft werden, kritisierte das Selbstkontrollorgan der Werbebranche am 15. September 2005 in Berlin.

Einzelne Vorgänge aus dem aktuellen Bundestagswahlkampf wollte das Gremium um seiner Neutralität Willen nicht benennen. Gerade weil die politischen Parteien aber im Vergleich zur kommerziellen Werbung einen wesentlich größeren rechtlichen Spielraum hätten, sollten sie auf schlechte Vorbilder verzichten. Man könne von der Wirtschaft nicht verlangen, was man selbst an Werten nicht einhalte.

Im Rahmen seiner Halbjahresbilanz 2005 teilte der Werberat mit, dass die eingereichten Beschwerden über kommerzielle Kommunikation auf 383 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum (480) zurückgegangen sei. Auch hätten die von den Protesten betroffenen Werbemaßnahmen trotz des heftigen Wettbewerbs mit 139 zu beurteilenden Werbesujets (Vorjahr 140) nicht zugenommen. Allerdings entwickele sich am Rande des Werbegeschehens eine "Art Masche mit Moral", warnte der Werberat. Spenden im Sozialbereich oder für die Umwelt würden mit dem Kauf der offerierten Produkte manchmal in einer Weise verknüpft, die den Konsum zu einer moralischen Handlung verändere. Häufig sei diese Form der Kundenansprache nicht nur rechtlich problematisch. Als erfreulich bewertete der Werberat, dass im ersten Halbjahr 2005 keine Rüge ausgesprochen werden musste. Bei den 25 von dem Gremium beanstandeten Werbekampagnen hätten sich alle betroffenen Firmen zur Korrektur oder Rücknahme der Werbung aus dem Markt bereit erklärt.

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