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30. Januar 2009 | Allgemeines

Deutscher Medienkongress: 2009 wird schwierig

„Horizont-Award 2008“ für die Männer und Frauen des Jahres

Um die Stärken von Print ging es Andreas Wiele, Vorstand „Bild“-Gruppe und Zeitschriften Axel Springer AG (Berlin/Hamburg), beim Deutschen Medienkongress, den die Fachzeitschrift „Horizont“ und „the conference group“ erstmals am 21. Januar 2009 in Frankfurt am Main veranstalteten. Wer sich diese zunutze mache, werde auch in den gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen bestehen. Notwendig sei dabei, empfahl der Manager, „nicht am Journalismus zu sparen“ und das „Internet rückhaltlos zu umarmen“ sowie die „Wertschöpfungskette zu optimieren“. Ferner prognostizierte Wiele in seiner Keynote, die sicher zu den Höhepunkten des Kongresses zählte, dass es im Jahr 2009 weder großen Verlagspleiten noch eine Gratiszeitung in Deutschland geben werde.

Wiele erinnerte in seinem Vortrag an die „neun Stärken von Print“, darunter die hohe Glaubwür­digkeit, die Gedrucktes auch bei Ju­gendlichen genieße, die Eigenschaft als „journa­listisches Primärmedium“ oder den Umstand, dass die Le­ser bei Gedrucktem als einzigem Me­dium direkt für ihre Lektüre zahlen. „Print ist strukturkrisen­fest“, verdeutlichte der Manager seine Überzeu­gung am Beispiel der Einführung des Privatfern­sehens Mitte der 80er Jahre. Für Zeitungen und Zeitschriften hätte das „eigentlich in der Katastro­phe“ enden müssen, stattdessen nahmen die Werbeumsätze beim Fernsehen erwartungsge­mäß zu – aber bei den Druckme­dien eben auch.

Ansonsten blieben die Vertreter von Radio, Fernsehen, Print, Außenwerbung und Online auf der Bühne allerdings meist wenig konkret. Einig war man sich, dass das Jahr 2009 sehr schwierig werde – um gleichzeitig zu versichern, dass das jeweils eigene Unternehmen für die zu erwarten­den Probleme bestens gerüstet sei und besser als die Wettbewerber abschneiden werde. So kündigte beispielsweise Stanton Sugarman, Ma­naging Director G+J Media Sales (Hamburg), an, in der nächsten Zeit verstärkt in Studien zu inves­tieren, die die Wirksamkeit von Print belegen sollen. „Wir werden dieses Jahr viel mehr Leis­tungsnachweise machen. Dafür nehmen wir viel Geld in die Hand“, sagte Sugarman Und Günter Sell, Manager des Hamburger Bauer-Verlags, erwartet, dass sein Haus mit „ein bis zwei neuen Zeitschriften“ auf den Markt kommen werde.

Im Anschluss an den Deutschen Medienkon­gress wurden von „Horizont“ zum 26. Mal im Schauspiel Frankfurt die Männer und Frauen des Jahres geehrt. Der Award 2008 als „Medienfrau des Jahres“ ging an Anke Schäferkordt, Ge­schäftsführerin bei der Mediengruppe RTL. „Agentur-Mann des Jahres“ wurde Peter Figge (Tribal DDB). In der Kategorie Unternehmen ging der „Horizont“-Award an Reinhard Zinkann, Mitglied der Geschäftsführung bei Miele. Mit der Wahl habe die Jury „ein Zeichen in turbulenten Zeiten“ gesetzt, heißt es dazu von „Horizont“. Gewürdigt würden drei Persönlichkeiten, „denen eine schil­lernde Selbstinszenierung gänzlich fremd ist – und die allesamt ihre Stärken im ope­rativen Ge­schäft haben“.

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