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16. Juli 1999 | Allgemeines

Deutsche Presse-Agentur wird 50

Mit neuen Diensten für die Zukunft gerüstet

Am 18. August begeht die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Hamburg ihr 50jähriges Bestehen. Ihre Wurzeln liegen im Zusammenschluß der von den Alliierten nach Kriegsende in den drei Westzonen gegründeten Agenturen DENA, dpd und Südena.

Bis heute ist dpa eine Agentur der Medien für die Medien: Gesellschafter sind 200 deutsche Verlage und Rundfunkanstalten; jeder hält höchstens 1,5 Prozent der Gesellschaftsanteile. Deutschland ist mit fünf vollwertigen Nachrichtenagenturen der am härtesten umkämpften Nachrichtenmarkt der Welt. Jahrzehntelang hat dpa hier ihre Spitzenposition im Wettbewerb um schnelle, korrekte, seriöse und unparteiliche Berichterstattung "souverän behauptet", erklärt das Unternehmen in einer Vorschau auf das Jubiläum und zitiert den Journalisten und ehemaligen Journalisten-Lehrer Wolf Schneider, der dpa als "eine Grundfeste des gesellschaftlichen Bewußtseins" bezeichnete. Die Agentur habe es geschafft, 50 Jahre lang "faire Information" als Basis aller Demokratie zu liefern.

Bis zu 180.000 Wörter, das sind ausgedruckt mehr als 500 DIN A 4 Seiten, produziert der Hauptnachrichtendienst von dpa täglich. Gleichzeitig steht Verkaufsleiter Michael Segbers allerdings vor dem Problem, daß "viele Kunden eigentliche nur noch das Wenige bezahlen" wollen, was sie auch wirklich drucken. Dagegen argumentiert Chefredakteur Wilm Herlyn, daß der "Abdruck nicht alles" sei. dpa-Meldungen dienten als Themenanregung für die Blattmacher und Radioredaktionen, für die Recherche im eignen Verbreitungsgebiet und zum Vergleichen. Herlyn: "Unsere Dispositionen sind Planungs- und Arbeitshilfen."

Um die immer unterschiedlicheren Wünsche zu erfüllen, bietet dpa zunehmend neue Einzeldienste und verbreitet beispielsweise über die Tochter dpa/RUFA Hörfunkbeiträge, übermittelt Pressemitteilungen von Firmen oder Interessengruppen oder liefert den Zeitungen Spartenbeiträge für Beilagen zu Themen wie Reise oder Computer. Marktführer wurde die Agentur eigener Auskunft nach in Deutschland mit einem 1997 gestarteten Online-Nachrichtendienst.

Als jüngstes Angebot kam die Tochteragentur dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH hinzu, die Wirtschafts- und Finanznachrichten für Anleger anbietet. Weitere Projekte sind in Vorbereitung. "dpa muß neue Märkte erschließen, auch auf dem Nicht-Medienmarkt", meint dazu dpa-Geschäftsführer Walter Richtberg. Die traditionelle Solidarität der dpa-Gesellschafter mit ihrer Agentur nehme angesichts der immer unterschiedlicheren Interessen ab. "Unser Geschäft muß sich auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gründen", erklärt Verkaufschef Segbers. Das sei in der 50jährigen Geschichte der Agentur nie besser gewesen als heute. "Davon wollen wir auch abtrünnige Kunden wieder überzeugen."

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