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28. Januar 2011 | Allgemeines

Der Pressemarkt in Zahlen

Das Jahr 2009 war nicht nur für die Zeitungen einschneidend. Sondern auch die Zeitschriften und das Presse-Grosso mussten sich mit neuen Gegebenheiten abfinden. Wie sich die Wirtschaftskrise auf die einzelnen Branchen ausgewirkt hat und was dies für die Zukunft bedeutet, ist in den Jahrbüchern und Reports der entsprechenden Branchenverbände nachzulesen.

Zeitungen in Zahlen - Daten - Fakten


Deutschland ist ein Zeitungsland. Täglich erscheinen hier 347 Tageszeitungen mit 1.509 lokalen Ausgaben in einer Gesamtauflage von gut 19 Millionen Exemplaren. Hinzu kommen 26 Wochenzeitungen mit knapp zwei Millionen Exemplaren und sechs Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 3,4 Millionen Stück. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahren kommen in Deutschland 275 Zeitungsexemplare (Zeitungsdichte). Sieben von zehn Bürgern greifen täglich zur Zeitung (Zeitungsreichweite). Dabei wenden sie durchschnittlich 37 Minuten für die Lektüre auf, die Älteren etwas mehr, die Jüngeren etwas weniger. Diese und zahlreiche weitere Angaben sind, zusammengefasst in 16 Kapiteln, auf der Website des BDZV unter „Zeitungen und ihre Leser in Stichworten“ nachzulesen. Im Internet unter www.bdzv.de/1826.html. Detailliert wird auf die Zahlen auch im aktuellen BDZV-Jahrbuch „Zeitungen 2010/11“ eingegangen.

Zeitschriftenmarkt


Die Publikumszeitschriften erzielten im vierten Quartal 2009 eine Auflage von 113,7 Millionen Exemplaren. Dabei wurden 45 Prozent im Abonnement verkauft, 39 Prozent gingen in den Einzelverkauf, vier Prozent wurden über Lesezirkel abgesetzt und zwölf Prozent über den sonstigen Verkauf. Die Auflage verteilte sich auf 877 Titel. Dabei machten die Frauenzeitschriften und aktuelle Zeitschriften rund die Hälfte der Bruttowerbeeinnahmen unter sich aus (1,68 Milliarden Euro von 3,4 Milliarden Euro 2009). Die fünf Titel mit den höchsten Bruttowerbeumsätzen waren „Stern“, „Spiegel“, „Bams“, „Focus“ und „Brigitte“. Nachzulesen ist dies alles im Jahrbuch 2010 des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (210 Seiten, New Business Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg, ISBN 978-3-931940-88-1). Internet: www.vdz.de

Report Fachpresse


Die deutsche Fachpresse zählt, wie in ihrem Jahrbuch 2010 mit dem Titel „Wege in die Zukunft“ ausgewiesen, für das zurückliegende Jahr 3.852 Fachzeitschriftentitel (-55 Titel oder minus 1,4 Prozent). Die verbreitete Auflage sank um zwei Prozent auf 515 Millionen Exemplare; der Anteil der verkauften Auflage wird mit 45 Prozent angegeben. Deutlich zurück gingen die Fachzeitschriftenerlöse (-10,9 Prozent). Dabei machen die Fachzeitschriften jedoch nur einen Teil der Erlöse der Fachmedien aus: Im Jahr 2009 waren es 59,8 Prozent; hinzu kommen 22,7 Prozent aus Fachbüchern/Lose-Blattsammlungen, zwölf Prozent aus elektronischen Medien sowie 5,5 Pro¬zent aus Dienstleistungen. Das 160 Seiten starke Jahrbuch der Deutschen Fachpresse ist zu beziehen über die Deutsche Fachpresse Service Gesellschaft mbH in Frankfurt am Main, ISBN 978-3-00-030377-7.

Presse-Gross: Geschäftsbericht 2009

Das PresseGrosso hat laut seinem im März 2010 vorgelegten „Geschäftsbericht 2009“ mit dem Titel „Pressevielfalt erleben!“ im zurückliegenden Jahr 2,923 Milliarden Zeitungen, Zeit-schriften und pressenahe Produkte im Einzelhandel abgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang von 131 Millionenen Exemplaren oder 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unverändert blieb die Zahl der Presse-Grossisten mit 73 Firmen (58 in Westdeutschland, 15 in Ostdeutschland). Die umsatzstärksten Zeitschriftensegmente bildeten, differenziert nach Objektgruppen, die TV-Programmzeitschriften mit einem durchschnittlichen Anteil von rund zwölf Prozent, gefolgt von den Segmenten „Frauen“ und „Unterhaltung“. Die größten Zuwächse konnten prozentual die Bereiche „Mode“ sowie „Hobby/Kultur/Freizeit“ verzeichnen, das größte Minus gab es im Bereich „Erotik“. Beim Zeitungs-sortiment schloss das Presse-Grosso mit einem Umsatzplus ab. Kontakt: Presse-Grosso, www.pressegrosso.de.

Drckindustrie im Minus

Die deutsche Druckindustrie hat 2009 rund 21,7 Milliarden Euro Umsatz gemacht, davon 13,5 Milliarden Euro in Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten. Das geht aus dem Jahresbericht 2009/2010 des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) hervor. Dabei zählte die Branche 165.803 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte; die Zahl der Auszubildenden in den Berei-chen Mediengestaltung/Druckvorstufe, Druck-technik und Druckweiterverarbeitung lag bei 17.366 (-6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 655 Betriebe zählen 50 Beschäftigte und mehr. Der Produktionswert der Erzeugnisse betrug für das letzte angezeigte Jahr 2008 bei Zeitschriften 1,82 Milliarden Euro (-6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr), bei Zeitungen und Anzeigenblättern 1,84 Milliarden Euro (-3,3 Prozent). Gegenüber dem Referenzjahr 2005 (=100) stieg der Erzeugerpreisindex bei Zeitungen/Anzeigenblättern im Jahr 2009 auf 106,9; bei Zeitschriften fiel er auf 94,9. Kontakt: BVDM, E-Mail gb(at)bvdm-online.de.

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