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26. Februar 2004 | Allgemeines

Der Postbote kommt – spät oder gar nicht

„Einkauf aktuell“ verzögert Zustellung

Bereits im Herbst 2003 haben der BDZV und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) das Bundeskartellamt aufgefordert, das Unternehmensprojekt „Einkauf aktuell“ der Deutschen Post AG zu stoppen (lesen Sie dazu auch „BDZV Intern“ Nr. 21/2003 vom 7. Oktober 2003).

Die Überzeugung der Zeitungs- und Anzeigenblattverleger, dass der Monopolist im Beilagengeschäft für Wettbewerbsverzerrung sorgt, wird unter anderem auch vorm Hessischen Wirtschaftsminister Alois Riehl (CDU) geteilt, der kritisierte, dass die Post eine Werbezeitschrift mit TV-Programm über ihre Postboten an die Haushalte verteilt. Damit schade sie Verlagen, weil sie „extrem niedrige Werbepreise“ anbiete.

 

Nun allerdings leidet, wie Beschwerden aus mehreren Zielgebieten der Deutschen Post AG für den Einsatz von „Einkauf aktuell“ zeigen, auch die ureigenste Aufgabe des Unternehmens offensichtlich unter dem neuen Geschäftsfeld: Wie etwa „Der Tagesspiegel“ in Berlin und die „Berliner Zeitung“ berichten, kommt der Postbote „spät oder gar nicht“, weil die Post zum einen Zustellgebiete vergrößert und zum anderen eine Mehrbelastung durch Massensendungen veranlasst hat. Zitiert wird in diesem Zusammenhang die Gewerkschaft ver.di: „Wenn am Wochenende beispielsweise die Broschüre ‚Einkauf aktuell’ verteilt wird, bedeutet das für manche Zusteller, dass sie an diesem Tag 60 Kilogramm mehr austragen müssen.“

 

Über ähnliche Erfahrungen berichtete Anfang Februar auch das Anzeigenblatt „Sauerland Kurier und Siegerland Kurier“: In der Region sei „nachweislich an einem Tag“ überhaupt keine Post zugestellt worden. In Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden und Nordhessen wie auch in Berlin ließen am 18. Februar 2004 mehrere hundert Postbeamte ihre Arbeit ganz ruhen, um ihrem Unmut über drohende Lohnkürzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen Luft zu machen. Ausdrücklich genannt wird auch in diesem Fall das Post-Projekt „Einkauf aktuell“.

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