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04. März 2009 | Allgemeines

„Demütigend, herabwürdigend, grob sexistisch“

Deutscher Werberat rügt frauenverachtende Werbung

Als „demütigend, herabwürdigend und damit menschenunwürdig“ hat der Deutsche Werberat die Firmenpropaganda der Hotelkette Hostel A&O (Beiersdorf) und des Fassadenbauers WOFA GmbH (Weil in Schönbuch) öffentlich gerügt. Beide Unternehmen beleidigten Frauen in „grober sexistischer Geschmacksverirrung durch die Art der gezeigten Werbebilder“, erklärte die Selbstkontrollinstitution der Werbebranche in Berlin.

Der Hotelbetreiber zeigte auf einer Werbepost­karte den Unterleib einer Frau im Bikini mit der Aufschrift „24 h open“ und dem Text „Sexy Preise“. Diese Darstellung verstoße gegen die Grundsätze des Werberats, wonach Menschen nicht auf ihre rein sexuelle Funktion in der Wer­bung reduziert und keine entsprechende ständige geschlechtliche Verfügbarkeit suggeriert werden dürfe. Die Baufirma WOFA zeigte auf einem Fas­sadenplakat ein Frauengesäß im String mit dem Text „Nicht überall sieht Wasser so attraktiv aus“. Hier teilte der Werberat die Ansicht der ortsan­sässigen Kritiker, dass die Bild- und Textpräsen­tation Frauen diskriminiere. Auch sei keinerlei Zusammenhang mit der Firmenleistung erkenn­bar.

Die öffentlichen Rügen wurden ausgesprochen, da die Firmen trotz der Kritik aus der Bevölkerung und der Beanstandung durch den Werberat die Motive zunächst nicht zurückzogen. Der Deutsche Werberat wird von 43 im Zentralver­band der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) zu­sammengeschlossenen Verbänden der werden­den Unternehmen, der Medien und Agenturen getragen. Jedermann kann sich an das Gremium in Berlin wenden, um sich über kommerzielle Werbung zu beschweren. Der Werberat hat das Ziel, selbstdisziplinär vor allem bei solchen Miss­griffen in der Marktkommunikation zu wirken, die rechtlich nicht zu beanstanden sind.

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