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26. April 2012 | Allgemeines

David McAllister: „Keine regionale Werbung von ProSiebenSat.1“

Chefredakteure und Experten diskutieren beim 20. Forum Lokaljournalismus über die Zukunft der Zeitung und des Journalismus

Aktuell, schnell, überall verfügbar. Im Zeitalter der digitalen Informationen steht die Tageszeitung im starken Wettbewerb mit den elektronischen Medien Fernsehen und Internet. Welche Rolle Zeitungen im modernen Medienmix einnehmen können, erörterten Experten beim 20. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vom 28. bis 30. März 2012 in Bremerhaven.

Damit guter Lokaljournalismus auch auf Dauer finanzierbar bleibt, müssten Verlage verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden, forderte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Vor diesem Hintergrund kritisierte er scharf die Pläne der ProSiebenSat.1-Gruppe, regionale Werbespots im nationalen TV zu senden. „Dieser Entwicklung stehe ich aus lizenztechnischen Gründen kühl-distanziert gegenüber.“ Zu diesem Punkt gebe es noch erheblichen Gesprächsbedarf unter den Ministerpräsidenten, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Die Zukunft des Journalismus liegt im Lokalen – ob gedruckt oder online“, betonte Berthold Flöper, Leiter des Lokaljournalistenprogramms der bpb. Die wachsende Bedeutung des Lokaljournalismus unterstrichen Medienwissenschaftler ebenso wie Politiker und Chefredakteure. Allerdings steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie der Rückgang der gedruckten Auflagen bei schrumpfenden Anzeigenerlösen aufzufangen ist.

Unter dem Motto „Faszination Lokaljournalismus“ diskutierten darüber rund 180 Chefredakteure und Lokalchefs von deutschen Zeitungen, Wissenschaftler und Experten. Carlos Imboden, Leserforscher aus der Schweiz, kritisierte den Termin- und Gefälligkeits-Journalismus. Damit erreichten die Redaktionen ihre Leser nicht. „Mit Feuerwehrfotos und Fibromyalgie-Selbsthilfegruppen werden sie die Herausforderungen des Internetzeitalters ganz sicher nicht bestehen“, so Imboden. Und auch bpb-Präsident Thomas Krüger wünschte sich Lokaljournalisten, die durch Analyse, hartnäckige Recherche und kritische Meinung überzeugen. „Die Herausforderungen sind klar. Sich ihnen zu stellen, sind Sternstunden für Vordenker und Visionäre in den Redaktionen“, betonte Krüger.

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