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22. Mai 1997 | Recht

Compuserve zur Porno-Anklage im Internet

Der Online-Dienst Compuserve hat die Anklage gegen seinen Deutschlandchef wegen Verbreitung "harter" Pornos im Internet als "völlig grundlos " zurückgewiesen. Eine Kontrolle der Inhalte des weltweiten Datennetzes sei nicht möglich, betonte eine Sprecherin der deutschen Compuserve GmbH in München am 17. April 1997. Nach mehr als einjährigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft am Tag zuvor Anklage gegen Geschäftsführer Felix Somm erhoben. Laut Staatsanwaltschaft konnten Kunden von Compuserve 1995 und 1996 mehrfach auf kinder-, gewalt- und tierpornografische Bilddateien aus sogenannten Newsgroups des Internets zugreifen. Somm habe die Verbreitung "wissentlich zugelassen" und hätte sie durch "technische und organisatorische Maßnahmen verhindern können". Ferner soll Somm "vorsätzlich und fahrlässig" gegen Jugendschutzbestimmungen verstoßen haben. Dagegen wies Compuserve darauf hin, daß der Inhalt von Newsgroups sich ständig ändere und nicht im Vorhinein sinnvoll gesichtet werden könne. Mit einer speziellen Software könnten Kunden den von Compuserve eingerichteten Zugang zu Gruppen selbst wieder sperren. Auch Somms Anwalt bestreitet, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, daß sich der Geschäftsführer strafbar gemacht habe.

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