Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

08. April 2008 | Ausland

China/Olympia: Weltpresse unterstützt Journalisten

Der Internationale Tag der Pressefreiheit am 3. Mai steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Unterstützung chinesischer Journalisten: Der Weltverband der Zeitungen (WAN) mit Sitz in Paris beispielsweise hat sich an Zeitungen welt­weit mit der Bitte gewandt, dieses Ziel durch die Veröffentlichung von Editorials, politischen Kari­katuren, Anzeigen und Schaubildern zu beför­dern. Die Initiative zum 3. Mai steht unter dem Motto: „Die olympische Herausforderung: Freiheit für die Presse in China!“. Anzeigen und Informa­tionsmaterial in deutscher Sprache können von der Website des WAN unter www.worldpressfreedomday.org herunter geladen werden. „Zwar haben die Behörden in Peking im Rahmen der Vorbereitung der Olympischen Spiele Reformversprechen gegeben, aber diese wurden nicht eingehalten. Vielmehr wurden die Repressalien gegen Journalisten und andere weiter verschärft, die das Recht auf freie Mei­nungsäußerung ausüben wollen“, sagte dazu WAN-Geschäftsführer Timothy Balding. Chinesi­sche Journalisten seien weiterhin der Zensur und repressiven Maßnahmen ausgesetzt. „Gestützt auf autoritäre Gesetze beschuldigt sie die Regie­rung der Verbreitung von Staatsgeheimnissen und Spionage. Journalisten werden verhaftet und das Einholen von Nachrichten und Informationen wird mit diesen Mitteln eingeschränkt und kontrol­liert“, kritisierte Balding. Nach Angaben des WAN werden derzeit mehr als 30 Journalisten und 50 so genannte Cyber-Dissidenten in chinesischen Gefängnissen festgehalten.

Darüber hinaus organisiert der WAN zusam­men mit anderen Organisationen der Pressefrei­heit eine Konferenz in Paris am 18. und 19. April zum Thema: Die Olympischen Spiele in Peking 2008: Pressefreiheit als Gewinn“. Einzelheiten dazu sind unter www.beijing2008conference.com/home.php abrufbar.

Darüber hinaus haben der Weltverband der Zeitungen und das Weltforum der Chefredakteure (WEF) den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, aufge­fordert, er möge die chinesische Regierung daran erinnern, ihre olympischen Zusagen zu erfüllen: die Pressefreiheit zu respektieren und ebenso das Recht der Journalisten auf die Berichterstat­tung über Ereignisse. Mit Bezug auf die Ansagen Rogges, wonach er gegenüber der chinesischen Regierung eine „stille Diplomatie“ betreibe, hieß es in dem Schreiben von WAN und WEF weiter, Rogge möge seine „stille Diplomatie“ laut und öffentlich machen, falls die chinesische Regie­rung nicht unverzüglich alle diejenigen Menschen aus dem Gefängnis entlasse, die ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausgeübt hätten. Parallel hat der WAN die Vorstandsvorsitzenden von zwölf wichti­gen Olympia-Sponsoren angeschrieben und sie gebeten, ihren moralischen Widerstand deutlich zu machen gegen die Unterdrückung der Men­schenrechte in China und insbesondere gegen die Verletzung aller akzeptablen Standards der Meinungsfreiheit.

zurück