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13. Mai 2002 | Allgemeines

bvdm will Korridor von 2,5 bis 2,8 Prozent

ver.di gefährdet den Flächentarifvertrag

Die Tarifverhandlungen der Druckindustrie sind, wie der Bundesverband Druck- und Medien (bvdm) am 8. Mai 2002 mitteilte, „in eine bitterernste Situation geraten“. Die Gewerkschaft ver.di habe einen Abschluss von mindestens 3,6 Prozent als einzig gangbaren Weg bezeichnet und außerdem zusätzlich eine Erhöhung der Jahresleistung („Weihnachtsgeld“) von 95 auf 100 Prozent eines Monatslohns gefordert.

Der bvdm habe sich dagegen bereit erklärt, auf einen zweijährigen Vertrag zu verzichten. Als Verhandlungsbasis für einen Abschluss nannte die Arbeitgeberorganisation einen Korridor in Höhe von 2,5 bis 2,8 Prozent Dies sei von der Gewerkschaft brüsk zurückgewiesen und eine Fortsetzung der Verhandlungen zunächst abgelehnt worden.

 

Der bvdm bedauerte, dass ver.di „offensichtlich den Konflikt suche“. Es sei unfassbar, dass eine Gewerkschaft in dieser fast dramatischen Wirtschaftslage mutwillig Arbeitsplätze aufs Spiel setze. Genau dies sei die Konsequenz von Streiks und hohen Tarifabschlüssen. Obendrein sei der Flächentarifvertrag „mehr als gefährdet“.

 

In den Verhandlungen hatte die Kommission des bvdm unter der Leitung von Verhandlungsführer Dr. Wolfgang Pütz betont, dass es ein Irrglaube der Gewerkschaft sei, mit Lohnerhöhungen den Konsum zu steigern und damit die Konjunktur anzukurbeln. Die grundsätzliche Fehlentwicklung sei bereits mit dem überhöhten Abschluss für die chemische Industrie eingeleitet worden und werde jetzt durch die Auseinandersetzung in der Metallindustrie fortgesetzt. Richtungweisend sei es, einen Tarifabschluss zu vereinbaren, der sowohl der wirtschaftlichen Lage der Branche als auch den Interessen der Mitarbeiter an einer Reallohnsteigerung gerecht werde. An dieser vernünftigen Linie werde sich die Verhandlungsführung des bvdm weiterhin orientieren. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen von Seiten der Arbeitsgeber wurden für den 14. oder den 16. Mai 2002 in Frankfurt/ Main angeboten.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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