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23. Februar 2009 | Allgemeines

bvdm: ver.di-Forderung „vollkommen unrealistisch“

Lohnerhöhungen schwächen in der Rezession die Betriebe und gefährden Arbeitsplätze

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat die ver.di-Forderung nach fünf Prozent Lohnerhöhung für die Druckindustrie als „vollkommen unrealistisch“ bezeichnet. Solche Vorstellungen weckten nur falsche Erwartungen und wären für die Unternehmen der Branche nicht tragbar, sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberorganisation, Thomas Mayer, am 19. Februar 2009 in Wiesbaden.

Die Rezession sei auch in der Druckindustrie angekommen und ihr weiterer Verlauf nicht ab­sehbar. Anders als die Gesamtindustrie habe sich die Branche bisher von der letzten Rezession im Jahr 2001 nicht richtig erholen können und er­halte nun „erneut einen Tiefschlag“.

Durch eine kluge Lohnpolitik der letzten beiden Jahre sei die Entlassungswelle gestoppt worden, versicherte Mayer, und dürfe nun nicht durch unangemessene Tariflohnerhöhungen wieder in Gang gesetzt werden. Für die nächsten Monate sei eine Lohnerhöhungspause erforderlich, bis die weitere Entwicklung der Wirtschaftslage wieder einschätzbar sei.

Nach Angaben des bvdm konnten die Mitar­beiter der Druckindustrie in den vergangenen beiden Jahren bei einer unterdurchschnittlichen Umsatzentwicklung leichte Reallohnzuwächse verzeichnen: Die Umsätze der Druckindustrie stiegen in diesem Zeitraum um 4,5 Prozent, die Lebenshaltungskosten um 4,8 Prozent, die Tarif­löhne um 5,1 Prozent. Während die Produktion der Gesamtindustrie bis 2008 gegenüber dem Jahr 2000 um mehr als 23 Prozent zulegte, sei sie in der Druckindustrie um 0,3 Prozent gesun­ken. Auch die von ver.di geforderte Ankurbelung der Binnennachfrage und des Konsums sei keine Aufgabe der Unternehmen, die zurzeit über kei­nen Verteilungsspielraum verfügten, sondern ausschließlich Angelegenheit der staatlichen Wirtschaftspolitik, betonte Mayer.

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