Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

25. Februar 2003 | Allgemeines

bvdm fordert Leermonate

Druckindustrie erwartet harte Tarifauseinandersetzung

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat aufgrund der anhaltend schlechten Lage der Branche gefordert, die Laufzeit des geltenden Tarifvertrags zu verlängern.

Jeder so gewonnene Monat helfe den Betrieben, sagte bvdm-Geschäftsführer Thomas Mayer anlässlich einer Pressekonferenz am 18. Februar 2003 in Frankfurt am Main. Der bvdm hätte gerne darüber im Januar oder Februar mit der Gewerkschaft ver.di verhandelt. Diese habe jedoch ein Gespräch abgelehnt und wolle ihre Forderung am 28. Februar 2003 beschließen. Die Verhandlungen sollen am 18. März in Frankfurt am Main beginnen.

 

Für die Druckindustrie sieht der Geschäftsführer vor allem wegen der anhaltenden Flaute der Werbewirtschaft im laufenden Jahr „noch keinen Silberstreif am Horizont“. Bestenfalls könnten die Umsätze von 2002 gehalten werden. Im vergangenen Jahr habe die Branche einen Umsatzrückgang von real 5,2 Prozent verzeichnet. Die Insolvenzen seien auf einen Rekordstand gestiegen, gleichzeitig habe sich der Personalabbau beschleunigt. Am Jahresende 2002 beschäftigten die Druckereien mit mehr als 20 Mitarbeitern noch 125.000 Arbeitnehmer, 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Für 2003 rechnet der bvdm mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang von drei Prozent.

 

„Der Branche geht es schlechter als in vergleichbaren Rezessionsphasen“, sagte Mayer. Sollte die Gewerkschaft ver.di dies nicht bei ihrer Forderung berücksichtigen, drohe ein weiterer Personalabbau. Zudem stehe dann der Flächentarifvertrag auf dem Spiel. Konkret wollen die Druckarbeitgeber die Gültigkeit der im Mai 2002 ausgehandelten Lohnerhöhung über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen (März 2003) ausdehnen. Die Arbeitgeber seien hier im vergangenen Jahr gleichsam in Vorleistung getreten, meinte Mayer. Dies müsse nun durch eine Zahl von Leermonaten ausgeglichen werden. Als weiteres Ziel formulierte der bvdm, dass eine Lohnerhöhung zu einem späteren Zeitpunkt „in jedem Falle die individuelle Lage des Unternehmens berücksichtigen“ müsse. Betriebe, denen es nachweislich schlecht geht, müssten die Lohnerhöhung kompensieren können, etwa durch Anrechnung auf Einmalzahlungen oder durch eine längere Laufzeit des Tarifvertrags. Kontakt: bvdm, Yvonne Frenz, Telefon 0611/803182.

 

Internet: www.bvdm-online.de

zurück