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27. Oktober 2006 | Allgemeines

BVDA erwartet geringes Wachstum 2006

Anzeigenblätter kritisieren Deutsche Post AG

Die Anzeigenblätter erwarten 2006 nur ein geringes Umsatzwachstum. Das erklärte der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) anlässlich der Jahrestagung des Verbands am 12. und 13. Oktober 2006 in Hamburg. 2005 waren die Nettowerbeeinnahmen noch um 3,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Damit hatte die Gattung mit Blick auf den Werbeumsatz die Publikumszeitschriften überholt.

Als Grund für das geringe Umsatzplus 2006 nannte BVDA-Präsident Helmut Gebauer den „intensiver werdenden Wettbewerb“. Hier atta­ckierte er insbesondere die Deutsche Post AG und ihr Produkt „Einkauf Aktuell“, das mittlerweile zweimal pro Woche als in Folie geschweißte Wurfsendung mit Werbeprospekten verteilt wird. Es sei ein unhaltbarer Zustand, dass ein Staats­konzern, der obendrein für große Teile seiner Geschäftstätigkeit von der Mehrwertsteuer befreit ist, Privatverlage in ihrer Existenz bedrohe, kriti­siert Gebauer. Der zentrale Vorwurf: Die Post nutze Gewinne aus dem monopolisierten Briefge­schäft, um ihre Werbewurfsendungen zu subven­tionieren. Die Deutsche Post agiere mit wenig marktgerechten Preisen, argumentierte der BVDA-Präsident. Dies betreffe insbesondere die Zustellkosten für Prospekte.

Beim Gattungsmarketing will der Verband wei­tere Schritte unternehmen, um das Profil der An­zeigenblätter zu schärfen. So soll voraussichtlich im Frühjahr 2007 ein neues, Online-basiertes Anzeigenplanungstool eingeführt werden, das erstmals den gesamten Anzeigenblattmarkt in Deutschland abbilden wird. Laut BVDA verbindet es „die Funktionalitäten eines Planungs- und Bu­chungsprogramms mit denen eines vollwertigen Geo-Informationssystems“. Im BVDA sind 198 Verlage mit 736 Anzeigenblättern organisiert, die mit einer wöchentlichen Auflage von 53 Millionen Exemplaren erscheinen. Das entspricht rund 60 Prozent des Gesamtmarkts. Alle 1350 Anzeigen­blätter erzielen eine wöchentliche Auflage von 86,4 Millionen Exemplaren.

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