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08. August 2005 | Namen und Nachrichten

„Bunte“ setzt sich gegen Albert von Monaco durch

Fürst Albert von Monaco hat im Rechtsstreit mit der in München erscheinenden Zeitschrift „Bunte“ eine Niederlage erlitten: Das Landgericht Freiburg lehnte den Antrag des Fürsten auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung am 21. Juli 2005 ab. Die „Bunte“ hatte im Mai 2005 in zwei Ausgaben ein Interview mit Nicole Coste, der Mutter von Alberts unehelichem Sohn Alexandre, sowie mehrere Fotos abgedruckt, die die Mutter selbst, ihren Sohn sowie Albert zeigen. Die Fotos hatte Coste den Angaben zufolge selbst zur Verfügung gestellt. Das Informationsinteresse der Allgemeinheit sowie die Pressefreiheit seien höher zu bewerten als die Persönlichkeitsrechte des Fürsten, hieß es in der Urteilsbegründung. Als Chef eines Fürstenhauses müsse Albert einen Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte hinnehmen. Da er eine absolute Person der Zeitgeschichte sei, dürfe die Presse über seinen unehelichen Sohn berichten, zumal es in dieser Frage auch um die Erb- und Thronfolge gehe. Das Gericht wies damit Alberts Argumentation zurück, die veröffentlichten Bilder seien zu einem Zeitpunkt entstanden, an dem er noch nicht Staatsoberhaupt von Monaco und folglich auch keine absolute Person der Zeitgeschichte gewesen sei. Es machte dabei unter anderem geltend, dass der Wahrheitsgehalt selbst zu den vielen einzelnen Äußerungen nicht bestritten wird; dass die Veröffentlichung eher zurückhaltend, ernsthaft und sachbezogen gewesen sei und den „Verfügungskläger“ in keinem unsympathischen Zusammenhang erscheinen lasse; ferner dass die erziehungsberechtigte Kindesmutter als in diesem Falle Sorgeberechtigte darüber zu entscheiden habe, ob die Einbeziehung des zweijährigen Kindes Alexandre in den geschützten häuslichen Bereich fällt.

 

Internet: www.kanzlei-prof-schweizer.de

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