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25. Juni 2009 | Allgemeines

Bundestagspräsident Norbert Lammert: „Ich wünsche mir starke Medien“

Tamedia-Manager Martin Kall präsentiert beim Internationalen Zeitungskongress Lösungswege

Zwei Stimmen, eine Botschaft: „Die Zeitung muss an sich selbst glauben, an die unternehmerische Kunst“, sagte Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) wie auch der Geschäftsführung Rheinische Post Verlagsgesellschaft (Düsseldorf), beim Internationalen Printgipfel am 23. Juni 2009 in Köln. Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung Tamedia AG in Zürich, drückte es so aus: „Wer nicht an sein Medium glaubt, sollte selbst verkaufen.“ Bei der von BDZV und ZVNRW ausgerichteten Diskussion unter dem Motto „Stark in der Krise!“ ging es ebenso um funktionierende aktuelle Geschäftsmodelle in schwierigen Zeiten wie um erfolgversprechende Zukunftsentwürfe.

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Grundsätzlich beklagte Lammert bei den Medien eine Verdrängung der Information zu Gunsten der Unterhaltung. Diese Entwicklung werde sich zwangsläufig auf das Urteilsvermögen der Bevölkerung auswirken. Die Schnelligkeit habe zunehmend Vorrang vor der Sorgfalt, die Schlagzeile vor dem Sachverhalt. „Ich wünsche mir starke Medien, auch aus politischem Interesse!“, betonte der Bundestagspräsident.

Kall: Die Schweiz ist kein „Heidiland für Verlage"

Tamedia-Manager Martin Kall schilderte in seiner Keynote, wie sich das Schweizer Unternehmen in den vergangenen Jahren fit für die Zukunft gemacht hat. Hier haben 3.200 Mitarbeiter aus gut 40 Ländern im Jahr 2008 596 Millionen Euro erwirtschaftet. Und dies in einem Land mit 7,6 Millionen Einwohnern, vier Sprachen und 26 Kantonen – in dem verkaufte und kostenlose (Pendler-)Zeitungen 91 Prozent Reichweite und 29 Prozent aller Werbeeinnahmen erzielen. Gleichwohl sei die Schweiz kein „Heidiland für Zeitungsverleger“, versicherte Kall. Der „Tagesanzeiger“ habe in den vergangenen zehn Jahren 33 Prozent der Leser verloren, 23 Prozent der Auflage und 45 Prozent der Anzeigen in allen Kategorien. Bisher habe es in wirtschaftlichen Spitzenjahren immer eine deutliche Erholung gegeben (wie 1998 oder 2000), aufgrund der Konkurrenz durch das Web bleibe diese nun jedoch aus. Für die kommenden zehn Jahre erwarte er einen Schwund der Leser um 25 Prozent und der Werbung um 30 Prozent. Dies werde zu einem Strukturwandel führen, prognostizierte Kall, Zeitungen würden verschwinden. Deshalb jedoch allein mit Sparmaßnahmen zu reagieren, sei keine Lösung. „Wer nur spart, gewinnt kurz Zeit, aber nicht die Zukunft“, versicherte der Manager.

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Wie also reagiert Tamedia auf die demografischen und ökonomischen Zwänge? Das Haus investiert bereits seit Jahren in Redaktion und Vertrieb der (verkauften) Sonntagsausgabe, die, 1987 gegründet, 1998 erstmals Gewinne schrieb. Zuwachs bei jungen Lesern erzielte Tamedia durch den Einstieg bei der Pendlerzeitung „20 Minuten“, die eine Marke für „junge, urbane Schweizer, gedruckt und online, deutsch und französisch“ werden soll. Hinzu kommen das größte Immobilienportal der Schweiz, ein News-Online-Netzwerk ebenso wie ein regionales Onlinenetzwerk mit sieben ansonsten konkurrierenden Titeln oder der Kauf der französischen Zeitungsgruppe Edipress, der allerdings von den Wettbewerbsbehörden noch genehmigt werden muss. „Es ist wichtig, nicht in den Rückspiegel zu schauen, sondern nach vorn“, sagte dazu Kall, „unser Wettbewerber ist Google.“ Outgesourct wurde hingegen, was zu klein oder nicht rentabel zu führen war, etwa die IT an die Schweizer Telefongesellschaft Swiss Com oder die Zustellung an ein von der Schweizer Post geführtes Unternehmen. Ob sich das alles rechnen wird? Bisher seien, so der Manager, die Umsätze der Tamedia vor Steuer im Durchschnitt pro Jahrzehnt deutlich gewachsen. „Ich bin zuversichtlich, dass es so bleibt.“

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