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28. Februar 2012 | Allgemeines

Bundestag verlangt mehr Transparenz von Google

Wie kommen die Trefferlisten bei Google zustande? Unterliegen die Ergebnisse ausschließlich dem Algorithmus des Suchmaschinenbetreibers? Oder greift das Unternehmen aus Mountain View künstlich in die Suche ein? Diese Fragen beschäftigten am 27. Februar 2012 auch die Abgeordneten des Bundestags in einer öffentlichen Anhörung.

Blick in den Plenarsaal während der Haushaltsdebatte.
Abgeordnete, Plenum, Sitzung, Bundestagsadler, Übersicht, Überblick

Ordnungsnummer: 2783271
Ereignis: Plenarsitzung,Plenarsitzung, Blick ins Plenum
Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Plenarsaal
Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz

Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen.Blick in den Plenarsaal während der Haushaltsdebatte. Abgeordnete, Plenum, Sitzung, Bundestagsadler, Übersicht, Überblick Ordnungsnummer: 2783271 Ereignis: Plenarsitzung,Plenarsitzung, Blick ins Plenum Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Plenarsaal Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen. Fraktionsübergreifend forderten die Medienexperten dabei mehr Transparenz von Google bei der Internet-Suche. Thomas Jarzombek (CDU) kritisierte, dass der hohe Marktanteil von Google insbesondere in Deutschland „ein extrem hohes Machtpotenzial“ berge. Eine derartige Position gerade bei Medieninhalten würde der Staat an keiner anderen Stelle tolerieren. Seiner Forderung nach mehr Transparenz schlossen sich im Unterausschuss Neue Medien auch Abgeordnete der anderen Parteien an.

Herbert Behrens (Die Linke) sagte, Google müsse sich schon fragen lassen, ob Angebote einzelner Verlage von Google in der Trefferliste schlechter eingestuft würden als andere. Er äußerte sich besorgt, „dass es zu einer weiteren Verschiebung der Suchneutralität kommt“. Der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz warf die Frage auf, ob der Wettbewerb in der Internet-Suche überhaupt noch so funktionsfähig sei, dass Google-Konkurrenten dem Marktführer mit besseren Ideen Paroli bieten könnten.

Ähnliche besorgt äußern sich seit langem auch BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriften (VDZ). Mit einem Marktanteil von weit über 90 Prozent sei Google eine „nicht ersetzbare Vertriebsplattform“, sagte Christoph Fiedler vom VDZ. Mit ihr werde entschieden, „was im Internet gefunden wird und was nicht“. Das geschehe „intransparent und nicht neutral“, da nach geheimen Kriterien entschieden werde, welche Inhalte die ersten und damit relevanten Plätze bei der Suche belegen. Helmut Verdenhalven, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung, wusste dies zu unterstützen: „Die Ergebnisse bei der Googlesuche beruhen nicht allein auf Algorithmen. Google setzt zudem Black und Withelists ein und greift manuell in die Ergebnisfindung ein.“ Als Beispiel für die Bevorzugung eigener Inhalte nannte er die Suche nach „Restaurantführer und Berlin“. Hier erscheine sehr weit oben der Google-eigene Restaurantführer von Google Maps mit dem dazugehörigen Angebot, der sehr viel Platz einnehme und andere Anbieter verdränge.


Gegen das Geschäftsgebaren des kalifornischen Unternehmens haben die Verlegerverbände bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht (siehe eigener Artikel). Dabei soll überprüft werden, ob es bei den Suchergebnissen ein faires Ranking („Fair Search“) gibt. Darüber hinaus steht die angemessene Vergütung von Inhalteanbietern („Fair Share“) zur Disposition, auf deren Content Google in seinen Angeboten zugreift.

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Mit Material von dpa und Deutschem Bundestag / Foto: Deutscher Bundestag

Ort: Berlin

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