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07. März 2012 | Allgemeines

Bundesinnenminister: Mit Zivilcourage gegen Fremdenhass und rechte Gewalt

BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Birgit und Horst Lohmeyer

„Wir brauchen aufmerksame und mutige Menschen, die mit ihrem Talent und ihren Ideen gegen dumpfen Fremdenhass und rechtsextremistische Gewalt arbeiten. Wir brauchen Zeitungen, die über diese Menschen berichten und ihre Arbeit positiv verstärken.“

Das sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen am 29. Februar 2012 in Berlin anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Birgit und Horst Lohmeyer. Die Jury – alle Chefredakteure der im BDZV organisierten Verlage – hatte dem Ehepaar die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für sein entschlossenes Engagement gegen Neonazis zugesprochen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich würdigte das Ehepaar Lohmeyer in seiner Laudatio als beispielhaft für „unzählige tatkräftige, mutige Menschen, die uns täglich Zivilcourage vorleben – und das, obwohl es alles andere als leicht ist.“

Der Bundesinnenminister dankte vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik und Medien in der Bertelsmann-Repräsentanz „allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich beherzt gegen extremistische Ideologien einsetzen“. Rechtsextremismus sei keineswegs ein ausschließlich ostdeutsches Phänomen, betonte Friedrich weiter. „Wir müssen überall in Deutschland die Augen offen halten und aktiv handeln, um die Spielräume und Wirkungsflächen von Extremisten klein zu halten.“ Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Berliner Rockband „Haudegen“, die bereits 2011 beim Musikfestival der Lohmeyers in Jamel – „Jamel rockt den Förster“ – aufgetreten war.

Der „Bürgerpreis der deutschen Zeitungen“ ist erstmals 2011 verliehen worden – an den Solocellisten Thomas Beckmann, zugleich Gründer des bundesweit tätigen Obdachlosenhilfevereins „Gemeinsam gegen Kälte“. Vorschläge für die Würdigung können ausschließlich durch die Zeitungen eingereicht werden. Bei den aktuellen Preisträgern handelt es sich um eine Nominierung der „Ostsee-Zeitung“ (Rostock).

Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung. Weitere Informationen zum Preis und alle Nominierten im Portrait sind auf der Website www.buergerpreis-der-zeitungen.de hinterlegt.

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