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18. März 2004 | Allgemeines

Bürger sollen selbst entscheiden

bvdm kritisiert weitere Werbeverbote aus Brüssel

„Wir wollen, dass Bürger vom Staat dort geschützt werden, wo sie Schutz benötigen. Wir glauben nicht, dass es zu dem Bild des mündigen Bürgers passt, wenn die Europäische Union ihm künftig nicht mehr zutraut, über die Wahl oder den Konsum von Produkten selbstbestimmt zu entscheiden.“ Das schrieb Thomas Mayer, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm), in einem offenen Brief an Verbraucherministerin Renate Künast.

Wie schon der BDZV und zahlreiche andere Organisationen der Werbewirtschaft stellt sich damit auch der bvdm gegen die geplante Einschränkung der Werbefreiheit für Nahrungsmittel, wie sie von der EU-Verbraucherschutzkommission angestrebt wird. Der bereits im Juli 2003 auf den Weg gebrachte Regelungsentwurf sieht vor, dass bestimmte Werbeaussagen, die sich auf psychische oder verhaltenspsychologische Wirkungen beim Konsumenten beziehen, künftig zu verbieten sind. Danach wären Werbeäußerungen wie „Obst ist gesund“ oder „mit einer Extraportion Milch“ nach neuem EU-Recht nicht mehr zulässig, ebenso ein Werbeklassiker wie „Haribo macht Kinder froh“.

 

Der bvdm sieht durch solche Verbote die Kommunikationsfreiheit der Wirtschaft bedroht. Als Schutzmaßnahmen deklariert und getarnt, werde auf diesem Weg in Europa ein Menschenbild geprägt, das sich nicht mit den freiheitlichen Verfassungen der europäischen Mitgliedsstaaten vertrage, kritisiert die Organisation. Vielmehr werde versucht, mündigen Bürgern die Verantwortung für ihr Konsumverhalten zu nehmen und die Familie ihrer Erziehungsverantwortung weiter zu entledigen.

 

Als Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wendet sich der bvdm entschieden gegen eine europäische Politik, die immer stärker in Ideologie abgleitet, die Bürger bevormundet und das bisher gut funktionierende Wettbewerbssystem der freien Marktwirtschaft „kaputt reguliert“. Werbeverbote beeinträchtigten zudem die Marktchancen der mittelständischen Druckindustrie in Europa erheblich, die zwei Drittel ihrer Umsätze in direkten oder indirekten Werbeausgaben der Wirtschaft macht. bvdm-Hauptgeschäftsführer Mayer hofft vor diesem Hintergrund, dass „die politisch Verantwortlichen aller Couleur gegen die geplanten Werbeverbote aus Brüssel intervenieren und den zunehmenden Einfluss der Eurokraten eindämmen.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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