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14. Januar 2004 | Ausland

Buchpreisbindung in Italien und Dänemark bleibt

Das dänische Parlament hat unter Zustimmung aller Parteien eine Verlängerung des 2001 eingeführten Preissystems bis 2006 beschlossen, das den Verlagen ermöglicht, die Preise für Bücher festzusetzen. Damit wies die Regierung zugleich den von der EU-Wettbewerbskommission geäußerten Wunsch zurück, die Buchpreise freizugeben. Eine Aufhebung des gebundenen Ladenpreises hätte nach ihrer Ansicht negative Auswirkungen auf die Buchbranche und das kulturelle Leben des Landes. Wie die Frankfurter Buchmesse in ihren Brancheninformationen vom Januar 2004 mitteilt, soll sich eine Kommission jedoch mit dem Thema Preisbindung in Dänemark eingehend befassen, das Preissystem weitere zweieinhalb Jahre beobachten, Vergleiche mit anderen europäischen Ländern anstellen und das Ergebnis im Sommer 2006 neu beurteilen.

 

Die italienische Regierung hat entschieden, die ursprünglich als Experiment bis zum September 2003 geplante Geltungsdauer des Preisbindungsgesetzes für Bücher bis Dezember 2004 zu verlängern. Die Verlängerung will die italienische Regierung unter anderem dazu nutzen, genügend Daten zu sammeln, um das Experiment Preisbindung umfassend bewerten zu können. Für die Entscheidung, die Geltungsdauer auszudehnen, hatten sich auch der italienische Buchhändlerverband und andere Brancheninstitutionen in Italien eingesetzt. Zudem hatten sie gefordert, den erlaubten Rabattsatz von jetzt 15 Prozent auf künftig zehn Prozent zu senken. In Deutschland hatte es zuletzt im Jahr 2000 Auseinandersetzungen um die nationale Buchpreisbindung gegeben. Damals hatten die Richter am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg entschieden, dass eine nationale Buchpreisbindung – die auch die Fachliteratur erfasst – mit dem Binnenmarkt vereinbar ist.

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