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19. Dezember 2006 | Kinder-Jugend-Zeitung

„Brands“ statt „Plattformen“: Viel Diskussionsstoff bei der KinderMedienKonferenz der bpb

Volker Stennei, Verlagsleiter und Chefredakteur des „Hellweger Anzeigers", brachte es auf den Punkt: Kinder sind die Leser von heute! Jetzt gelte es, Kinder mit spannenden Angeboten zu begeistern. Stennei hat dazu die „Kinderzeitung" ins Leben gerufen, eine tägliche Kinderseite, auf der junge Leser über das tägliche Geschehen im Lokalen informiert werden.

Dass sich das Engagement für junge Zielgruppen lohnt, machte auch Ingo Barlovic von iconkids & youth deutlich: Mediennutzung sei eine Generationsfrage. Die Prägung, die ein Geburtenjahrgang im Kindesalter erfährt, behalte er sein ganzes Leben bei. Das sah Harald Heuer, stellvertretender Leiter der Journalistenschule Ruhr ähnlich. Heuer betreut unter anderem das Grundschulprojekt ZeusKids sowie das Projekt für Hauptschüler, Zeitung4you. Studien zeigten, dass es besonders erfolgsversprechend sei, Kinder vor dem 13. Lebensjahr für die Zeitung zu begeistern.

Auf welche Weise Medienmacher die Zielgruppen von morgen umwerben können, erfuhren die Teilnehmer der KinderMedienKonferenz anhand von wissenschaftlichen Fachbeiträgen und aus einer Fülle von Praxisbeispielen, darunter auch Beiträge aus Belgien, Schweden und Großbritannien. Gemeinsamer Nenner war: Es gibt kein Thema, dass man nicht spannend für Kinder aufbereiten kann. Es gibt aber Themen, die gehen immer: allen voran Tiere, Tiere und nochmals Tiere, gefolgt von Themen wie Steinzeit, Wikinger oder auch Berichte über andere Kinder.

Bei der Frage, ob man Kinder als Kinder-Reporter einbeziehen sollte, gingen die Meinungen auseinander. Während Volker Stennei das beim „Hellweger Anzeiger" kategorisch ausschloss, berichtete unter anderem Markus Mörchen von der ZDF-„Logo!"-Redaktion von positiven Erfahrungen. Kinder seien einfach authentisch und trauten sich oft, die frecheren Fragen zu stellen. Insgesamt zeigte die Konferenz: Kinder sind eine schwierige Zielgruppe, da sich ihre Interessen praktisch Jahr für Jahr verändern. Außerdem gibt es große Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Was Mädchen spannend finden, ist für Jungs totlangweilig. Man muss also genau hinschauen, wen man erreichen will und was die Zielgruppe wirklich interessiert.

Ein Highlight der Tagung war der Vortrag von BBC-Mann Stuart Gunn. Seine Ausführungen kamen manch einem wie ein Blick in die Zukunft vor. Gunn stellte das BBC Interactive-Projekt vor, bei dem Themen über die verschiedenen Plattformen Fernsehen und Internet durchdekliniert werden. Die Vertriebswege seien unerheblich, wichtig seien die „Brands", erläuterte Gunn.

Eine Dokumentation der Veranstaltung ist geplant und wird zum gegebenen Zeitpunkt unter www.bpb.de abrufbar sein.

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