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23. Dezember 2011 | Allgemeines

Branchenprognosen, Erwartungen an die Politik und der Konflikt mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk

BDZV-Präsident Helmut Heinen im dpa-Gespräch
Die Zeitungsverleger sind vorsichtig optimistisch für das kommende Jahr. "Der Branche wird es voraussichtlich ein wenig besser gehen als 2011", sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen am 23. Dezember 2011 der Nachrichtenagentur dpa.

Helmut Heinen 2008Er rechnet für 2012 mit zumindest stabilen Einnahmen aus dem Vertrieb und Werbeerlösen etwa in der Höhe des Vorjahres, "immer vorausgesetzt, dass die Euro-Krise die deutsche Wirtschaft nicht in einen starken Abschwung stürzt". Der Auflagenrückgang von derzeit zwei bis drei Prozent im Jahr könnte sich etwas verlangsamen, zumal die Branche immer größere Erfolge bei den Online-Reichweiten und bezahlten Inhalten erziele. "Das Glas ist halbvoll", betonte Heinen.

Zu den derzeit laufenden Gesprächen zwischen Zeitungsverlagen und öffentlich-rechtlichen Sendern über Apps für Tablet-Computer sagte
Heinen: "Es gibt eine sehr offene Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Die Stimmung ist gut." Die Beteiligten seien sich einig, dass sowohl Zeitungen als auch Rundfunkanstalten wichtig für die demokratische Willensbildung seien. "Es ist spürbar, dass beide Seiten versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden, aber ob es wirklich gelingen wird, ist offen." Bis zum nächsten Gerichtstermin im März 2012 sollte ein Ergebnis vorliegen.

Weiter sagte Heinen, dass die Entwicklung der Branche in diesem Jahr "zufriedenstellend" sei. Die Einnahmen der Verlage seien etwa stabil geblieben. Rückläufige Werbeumfänge in einer Größenordnung von minus 3,5 Prozent könnten mit steigenden Vertriebseinnahmen ausgeglichen werden. Im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft sei das Jahr aber enttäuschend verlaufen. In einigen Regionen mit Abwanderung und schwacher Wirtschaftsleistung sind aus Sicht des BDZV-Präsidentens qualitativ hochwertige journalistische Angebote nur schwer zu halten. "Da mache ich mir Sorgen."

Heinen betonte die Notwendigkeit, Fusionen zu erleichtern. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung gehe aber noch nicht weit genug. Insbesondere sollte die Möglichkeit geschaffen werden, Zeitungen rechtzeitig zu retten, bevor sie insolvent sind. "Wir wollen nicht abwarten, bis der Patient klinisch tot ist, wir möchten schon zuvor bei abgesicherten Prognosen handeln können."

Ort: Berlin

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