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17. November 1998 | Digitales

Branchenfremde Konkurrenz im Rubrikanzeigen-Geschäft nimmt weiter zu

Tochter der Metro-Holding mit Immobilien-Dienst in Berlin

Immer mehr branchenfremde Anbieter steigen in das Rubrikanzeigengeschäft im Internet ein und verschärfen den Wettbewerbsdruck für die Zeitungsverlage im Print- und Onlinegeschäft. Jüngstes Beispiel ist ein Pilotprojekt des Handelskonzerns Metro in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bau- und Boden-Bank, das derzeit als Telefonmehrwertdienst angeboten wird.

Unter dem Namen "Immobilien-Scout" versuchen die finanzkräftigen Mutterhäuser erstmalig, die Funktionalität eines Online-Anzeigenmarktes Verbrauchern ohne Internetzugang zugänglich zu machen. Immobilien-Interessierten, die noch nicht über einen eigenen Internet-Zugang verfügen, können unter bestimmten Telefon-Servicenummern ihr Suchprofil hinterlegen. Der Immobilien-Scout recherchiert anschließend die zu den Angaben (Drei-Zimmer-Wohnung, 50 bis 75 qm, Kaltmiete bis 1.200,-- DM) passenden Angebote, die den Kunden per Post zugesandt werden.

Neben diesem mit hohem Werbedruck (Radio- und Plakatwerbung) im Berliner Markt neu eingeführten Immobilienangebot, gibt es bereits seit einiger Zeit die Immobilien-Datenbanken der Maklerverbände Ring Deutscher Makler (RDM: www.rdm.de) und Verband Deutscher Makler (VDM: www.vdm.de), die versuchen, das Immobiliengeschäft mit Hilfe eigener Plattformen abzuwickeln. Auch im Automarkt zeichnet sich eine Entwicklung ab, bei der die E-Commerce-Lösungen der einzelnen Auto-Hersteller erst den Anfang bilden. Wie der US-amerikanische Markt zeigt, können Automobil-Broker wie "Autobytel" und "Carpoint" mit der Vermittlung der günstigsten Angebote entscheidend in die traditionellen Handelsstrukturen eingreifen und eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette des Autohandels erlangen. In den USA sind bei rund 60 Prozent der Zeitungen im Netz Rubrikanzeigen abrufbar; und auch in Deutschland liegt der Anteil der Zeitungsangebote mit Rubrikanzeigenmärkten über 50 Prozent. Die meisten Rubrikanzeigenmärkte der Zeitungen sind derzeit darauf ausgerichtet, mit Hilfe des Anzeigenvolumens im Printprodukt den Vorsprung bei der Akquise von Anzeigen-Content im Online-Markt zu demonstrieren und damit die Markteintrittshürden für branchenfremde Quereinsteiger zu erhöhen. Eine weitere Stärkung der Marktposition von Zeitungsverlagen im Markt der Internet-Rubrikanzeigen wird durch gemeinsame Anzeigen-Datenbanken erzielt, wie sie beispielsweise von "Pipeline" oder "Z-Net" betrieben werden.

Quellen: w & v, 40/98, Zeitungstechnik, Oktober 1998

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