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20. Februar 2017 | Namen und Nachrichten

Börsenverein: „In der Türkei herrscht ein Klima der Angst"

Der deutsch-türkische Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel, sitzt bereits seit gut fünf Wochen in der Türkei in Haft. Die renommierte türkische Schriftstellerin Asli Erdogan hat über drei Monate im Gefängnis verbracht und steht nun wegen angeblicher Terrorpropaganda vor ihrem Prozess mit ungewissem Ausgang. Insgesamt mehr als 150 Journalisten, Autoren und Medienschaffende sind derzeit in der Türkei wegen dieses oder ähnlicher Vorwürfe inhaftiert, andere sind untergetaucht oder ins Ausland geflüchtet, wie der frühere Chefredakteur der liberalen Oppositions-Zeitung „Cumhuriyet“, Can Dündar. „In der Türkei herrscht ein Klima der Angst“, berichtet dazu der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis. Kaum ein türkisches Unternehmen traue sich noch, in regierungskritischen Publikationen Anzeigen zu schalten.

Skipis hatte die Türkei im November 2016 anlässlich der Buchmesse in Istanbul bereist und mit betroffenen Verlegern und Autoren gesprochen. „Die wenigen mutigen Journalisten und Zeitungsverleger, die noch nicht eingesperrt oder vollständig demoralisiert wurden, sind gezwungen, quasi pro bono zu arbeiten“, erläutert der Manager. Wer Solidarität zeigen und die unabhängigen Zeitungen in der Türkei unterstützen wolle, könne dies am besten mit der Schaltung bezahlter Anzeigen besorgen. Ansprechpartner nennt der Börsenverein.

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