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01. Oktober 2002 | Allgemeines

„Bild“-Berichte zu Bonusmeilen sind nicht zu kritisieren

Presserat kann häppchenweise Veröffentlichung von Politikernamen nicht feststellen

Der Deutsche Presserat hat die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung zur Bonusmeilenaffäre nicht beanstandet.

Eine häppchenweise Veröffentlichung von Politikernamen und eine daraus resultierende Wahlkampfunterstützung könne nicht festgestellt werden, teilte der Beschwerdeausschuss des Selbstkontrollgremiums am 11. September 2002 in Bonn mit.

 

Dem Ausschuss lagen sieben Beschwerden zur Berichterstattung des Blattes vor. So hatte SPD-Generalsekretär Franz Müntefering der „Bild“-Zeitung vorgeworfen, mit gezielten Vorwürfen gegen Koalitionspolitiker in der Freiflug-Affäre Wahlkampf für die Union zu machen. Eine Strafanzeige gegen das Boulevardblatt zog Müntefering später zurück. Cem Özdemir, Abgeordneter von Die Grünen/Bündnis 90, und der Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) waren nach den Enthüllungen zurückgetreten.

 

Es gebe keine Belege für die selektive Veröffentlichung von Namen, stellte hingegen der Presserat fest. Zum Vorwurf, „Bild“ hätte eine Liste mit allen Namen von mutmaßlichen Bonusmeilen-Sündern sofort veröffentlichen müssen, meinte der Beschwerdeausschuss, das eine ungeprüfte Veröffentlichung von Listen nicht Aufgabe der Presse sei. Sie müsse vielmehr selbst recherchieren und die Ergebnisse dieser Recherche der Öffentlichkeit mitteilen. Insgesamt sprach der Presserat anlässlich seiner Sitzung 13 Rügen aus, darunter drei für die „Bild“-Zeitung. Rügen gab es auch für die „tageszeitung“ (Berlin) und die Satirezeitschrift „Eulenspiegel“, weil sie versucht hätten, die Ereignisse des Amoklaufs von Erfurt satirisch aufzuarbeiten und damit die Menschenwürde verletzt hätten.

 

Internet: www.presserat.de

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