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23. Oktober 2002 | Digitales

Bezahlte Inhalte im Internet

Seit Anfang Oktober 2002 können Surfer bei Bild.de für fünf Euro eine monatliche VIP-Clubmitgliedschaft erwerben, mit der sie Zugang zu einigen Prämium-Diensten des Internetportals der Zeitung erhalten. Das Angebot sei ein erster Test auf dem Weg zur Gebührenverrechnung, erklärte Portal-Chef Peter Würtenberger gegenüber der „Financial Times Deutschland“. Bis Ende 2003 sollen die Inhalte weitgehend kostenpflichtig werden.

 

Auch Verleger Hubert Burda, unter anderem mit der Tochter Tomorrow Focus AG im Internet aktiv, setzt auf kostenpflichtige Inhalte im Onlinebereich und verweist hier unter anderem auf das Angebot des „Playboys“. Das „Handelsblatt“ in Düsseldorf zitiert den Verleger, dass es hier bereits 10.000 Online-Abos gebe. Derzeit würden Gespräche mit zwei Mobilfunkunternehmen über die Bezahlung von Internetinhalten per Telefonrechnung geführt. Laut Burda habe „Paid Content“ bisher nicht geklappt, weil es „schlichtweg zu umständlich ist“. Dem Verleger schwebe vor, Gebührenbeträge unter 50 Euro für Internetinhalte über Telekomunternehmen abwickeln zu lassen.

 

Auch Fach- und Wissenschaftsverlage setzen immer stärker auf Internetpublikationen gegen Bezahlung als zusätzliches Standbein. Die Akzeptanz der Nutzer, für Artikel oder Zeitschriften im Internet Geld zu zahlen, steige, wie der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) am 9. Oktober 2002 bei der Frankfurter Buchmesse berichtete. In zehn Jahren erwarten laut einer Branchenumfrage über 80 Prozent der Produzenten in diesem Verlagssegment deutliche Gewinne. Nach Angaben des AKEP ist Online-Publishing für ein Fünftel der 76 befragten Wissenschafts- und Fachverlage inzwischen ein gewinnträchtiges Geschäftsfeld. Knapp die Hälfte bezeichnet das Kosten-Erlös-Verhältnis als ausgeglichen, etwa ein Drittel schreibe noch rote Zahlen. Dagegen hätten elektronische Versionen gedruckter Bücher wenig Chancen: Bücher am Bildschirm zu lesen, sei „nicht angenehm“.

 

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