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17. Oktober 2013 | Allgemeines

Bezahlkultur versus reine Werbefinanzierung

Zeitungspanel Medientage: Verlagsexperten raten zu mehr Kundenorientierung

Wie ist es um die Bezahlkultur in der digitalen Medienwelt bestellt? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Expertenpanels von BDZV und VBZV bei den Medientagen München am 17. Oktober 2013.

Martina Lenk, Geschäftsführerin von Madsack Online (Hannover), führte aus, dass ihr Unternehmen die Entscheidung getroffen habe, Apps und sämtliche Websites kostenpflichtig zu machen. Auf die Reichweiten habe sich Paid Content jedoch nicht negativ ausgewirkt, unterstrich Lenk.

Romanus Otte, General Manager Digital der Welt-Gruppe aus Berlin, erläuterte, dass es auch im Netz mehrerer Erlösströme bedürfe, um Qualitätsjournalimus zu finanzieren. Von daher habe sich die Axel Springer AG dazu entschieden, auch im Internet Geld für ihre Nachrichten zu verlangen. Die Erfahrungen seien durchweg positiv. Die Bezahlkultur stelle allerdings an die redaktionelle Qualität zusätzliche Ansprüche.

Oliver Eckert, Geschäftsführer von Tomorrow Focus (München), berichtete hingegen von den guten Erfahrungen mit rein werbefinanzierten Angeboten. So bleibe Focus online weiterhin gratis. Auch der Erfolg der „Huffington Post“ [in den USA] basiere auf der Refinanzierung durch Werbung, Paid Content stehe nicht zur Debatte. „Viel interessanter ist das E-Commerce-Geschäft als zusätzliche Erlösquelle“, meinte Eckert. Das verlagseigene Portal holidaycheck.de sei das beste Beispiel für den Erfolg im Transaktionsmarkt.

Florian Bauer
, Vorstand der Vocatus AG aus Gröbenzell/München, appellierte bereits in seinem Eröffnungsvortrag an die Anwesenden, den Kunden noch stärker in den Fokus aller Aktivitäten zu stellen. Nur so könnten Print- wie Digitalangebote erfolgreich vermarktet werden. „Zu oft werden die Bedürfnisse der Leser aber nicht erkannt“, analysierte Bauer. Mit Blick auf die Preispolitik warnte er vor einer Niedrigpreispolitik bei der Einführung eines Produkts.

Ort: München

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