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23. Juni 2003 | Allgemeines

Berichterstattung über Selbstmörder

Deutscher Presserat rügt zwei Zeitungen

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats in Bonn hat zwei Boulevardzeitungen wegen ihrer Berichterstattung über Selbstmörder gerügt. Die „Dresdner Morgenpost“ und die „Bild“-Zeitung hätten sich nicht an die für solche Fälle im Pressekodex gebotene Zurückhaltung gehalten, teilten das Selbstkontrollorgan mit.

Die „Dresdner Morgenpost“ hatte „unangemessen sensationell“ über den Selbstmord eines jungen Mannes berichtet. Auf einem großen Foto sei die zugedeckte Leiche zu sehen gewesen, daneben sei über die Motive der Tat zu Lasten der Ehefrau spekuliert worden, hieß es. Das Opfer und die hinterbliebene Ehefrau seien so identifizierbar geworden.

 

Auch im Fall der „Bild“-Zeitung sei das Opfer für einen größeren Kreis identifizierbar dargestellt worden. „Bild“ erhielt zudem eine nicht-öffentliche Rüge, weil sie über die psychische Krankheit einer früher bekannten Sportlerin berichtet hatte. Hier sei die Privatsphäre eines Betroffenen missachtet worden. Erkrankungen würden grundsätzlich in die Privatsphäre der Betroffenen fallen. Anlässlich der dritten Sitzung in diesem Jahr behandelte der Ausschuss insgesamt 28 Beschwerden. Neben den drei Rügen sprach das Gremium acht Missbilligungen und sieben Hinweise aus. Sechs Beschwerden wurden als unbegründet angesehen; eine Beschwerde wurde als „nicht aufklärbar“ eingestuft und eingestellt.

 

Internet: www.presserat.de

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