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25. Februar 2015 | Kinder-Jugend-Zeitung

Berichterstattung für Kinder: Hoffnung und Lösungen anbieten, nicht zu stark emotionalisieren

Wegweisende Projekte bei der 10. BDZV-Konferenz „Junge Zielgruppen“

Themen: Junge Leser

Nachrichten haben auch bei Kindern im Al­ter von sechs bis zwölf Jahren bereits hohe Relevanz. Dabei machen sich Mädchen im Schnitt mehr Sorgen über das Weltgeschehen als Jungen. Auf der Liste beunruhigender Themen ganz oben stehen Islamistischer Ter­ror und Klimawandel. Das sind einige Ergeb­nisse einer ad-hoc Studie, die der BDZV am 24. Februar 2015 anlässlich der Konferenz „Junge Zielgruppen: What’s hot? What’s new?“ in Berlin vorgestellt hat. WhatsApp als Newskanal, Tablet-Projekte in Schulen, ein Blog von Jugendlichen für Jugendliche: Ne­ben der Studie wurden den Konferenzteil­nehmern zahlreiche neue Produkte und span­nende Ideen für junge Leser nähergebracht.

Der Schlüssel zum Erfolg eines „gut gemachten Kinderprodukts“ liegt nach Auffassung von Chris­tian Neuber, Aufsichtsratsvorsitzender beim deutschen Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment, in der „ganz präzisen Zielgruppen­segmentierung“. 

Wie Zeitungen WhatsApp als Newskanal nut­zen und so junge Leser gewinnen können, erläu­terte Falk Zimmermann, Geschäftsführer InFranken Digitale Medienaus Bamberg. Seine Feststellung: „Man sollte nicht zu viel Kurioses anbieten, die Leute wollen Nachrichten!"

„Wir müssen Kindern Hoffnung und Lösungen anbieten”, ist die Überzeugung von Jonas Stenbæk Christoffersen, Chefredakteur der jungen erfolgreichen Medienmarke  „Kids News“ (Berlingske Media) aus Kopenhagen.

Simon Grothe, Leiter der Redaktion des „Ta­gesspiegel“-Jugendblogs „Der Schreiberling“ zeigte eindrucksvoll auf, wie erfolgreich Nach­richten von Jugendlichen für Jugendliche sein können. „Wir schreiben über Dinge, die uns selbst interessieren“, erklärte Grothe. Sein Appell an Zeitungsredaktionen: Junge ambitionierte Journalisten nicht zu früh aufgeben.

Wie Krisenberichterstattung für junge Leser aussehen kann, erklärte die Leiterin der dpa-Nachrichten für Kinder, Susanne Goldstein, anhand der Anschläge auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. „Kinder leben in einer medialen Welt, sie bekommen mit, was passiert. Wir müssen ihnen Hintergründe liefern.“ Wichtig für die Berichterstattung für Kinder sei, auf eine Emotionalisierung der Tathergänge zu verzichten.

Das junge Digital-Projekt „move36“ aus Fulda stellte Walter Lorz, Leitung&Head of Expertise bei der Parzeller Gruppe, vor. Ein interessanter Einblick in seine Mitarbeiter-Rekrutierung: In manchen Fällen sei die Anzahl von YouTube-Vi­deos wichtiger als die Bewerbungsunterlagen. 

Wie Zeitungen mit der Digitalisierung von Schulprojekten erfolgreich sein können, legte Kerstin Goldbeck von der jule : Initiative junge Leser anhand von Ergebnissen der jule-Tablet-Studie dar. Kinder für Wirtschaftsthemen begeis­tern – wie das funktionieren kann, zeigte Sonja Gibis vom „Münchner Merkur“ anhand des Pro­jekts „Kinder-Business Week“.

Beeindruckt haben die jungen Medienmacher Linus Luka Bahun und Mark Offermann mit ihrer schonungslosen Videoumfrage unter Ju­gendli­chen. Diese wünschen sich laut Offermann und Bahun von Zeitungen kurze Texte, interes­sante Inhalte für alle Kanäle und viele Bilder.

  • Zur Studie "Relevanz von Nachrichten für Kinder" geht es hier

Fotos von der Veranstaltung:

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